Timo und Julian
Auf dem Rückweg aus ihrem Thailandurlaub haben Timo und Julian für ein paar Tage einen Zwischenstopp in Dubai eingelegt. Zwar musste ich tagsüber meistens arbeiten, während die beiden Herzchen sich ihre Nasen am Strand verbrannt haben, aber wir haben es dennoch geschafft, einige Zeit miteinander zu verbringen und haben sogar einen Tagesausflug nach Al Ain hinbekommen.
Al Ain ist ein Städtchen in der Nähe von Dubai mit einigen Oasen, einigen Forts, einem interessanten Museum über die Geschichte der Gegend und der im Baedecker mit zwei Sternchen gekennzeichneten Ausgrabungstätte Hili Archaeological Gardens. Bei letzterem handelt es sich um einen Park mit ca. 5000 Jahre alten, oberirdischen Rundgräbern. Als wir dort aufliefen, fing ich an, stark am Baedecker zu zweifeln. Ich bin kein Banause, wenn es um historische Ausgrabungen geht und ich kann z.B. Stunden damit verbringen, mich an Überresten römischer Bauten zu erfreuen auch wenn es nur ein paar mit Gras überwachsene Marmorkiesel sind- solange ich weiss, was es mal war und wann es mal war. Den Reiseführer, den wir dabei hatten, liess sich allerdings nicht allzu ausgiebig darüber aus und im Park selbst gab es nur spärliche Hinweise und keine Karten oder Broschüren, weswegen wir nur halbherzig an den Ausgrabungen vorbeigeschlendert sind und uns nicht mal haben dazu hinreissen lassen, Fotos zu machen. Erst als ich später im Museum mehr über die Gräber gesehen und gelesen habe, wurde mir bewusst, was ich soeben verpasst hatte.
Als ich im Reiseführer das Wort 'Oase' gelesen habe, habe ich sofort an an hohe, gelbe Sanddünen gedacht, in deren Mitte eine Wasserlache ist, die von vier oder fünf Palmen umringt ist und an der Beduinen ihre Kamele tränken. Was natürlich auch nicht im Entferntesten was mit der Realität zu tun hat: Mitten in der Stadt gibt es einige riesige Gebiete mit Dattelpalmenplantagen, die von einem ausgeklügelten Wasserkanalsystem durchzogen sind, das sicher stellt, dass auch mit dem wenigen Wasser, das vorhanden ist, alle Teile der Plantage genug Wasser abbekommen.
Allem in allem ein sehr netter Tagesausflug.
Ali Baba oder Der Letzte Gentleman
Über die 'Blauen Seiten' im Internet habe ich im Dezember Ali kennengelernt. Trotz aller Warnungen von Diego, dass alle Libanesen sleazy (verwegen, verrucht, schäbig- so ganz genau konnte er mir das auch nicht übersetzen) seien, habe ich mich also auf ein Internetdate mit eben Jenen eingelassen und was soll ich sagen- er ist der unsleazigste Mensch, den ich hier je kennengelernt habe- ein wahrer Gentleman, wahrscheinlich der einzige in Dubai. Bescheiden, charmant, höflich, hilfsbereit, grosszügig, gastfreundlich und intelligent.
Dadurch, dass er schon seit einigen Jahren hier wohnt, Arabisch spricht und Muslim ist, ist das für mich natürlich eine höchst interessante Erfahrung und seit dem ich ihn kenne, habe ich mehr über Land und Leute erfahren als in den ganzen Monaten zuvor. Ich verbringe sehr viel Zeit mit ihm und es tut gut, neue Freunde ausserhalb der Arbeit zu haben, die man auch mal anrufen kann, ohne einen bestimmten Grund zu haben.
Auf dem Rückweg aus ihrem Thailandurlaub haben Timo und Julian für ein paar Tage einen Zwischenstopp in Dubai eingelegt. Zwar musste ich tagsüber meistens arbeiten, während die beiden Herzchen sich ihre Nasen am Strand verbrannt haben, aber wir haben es dennoch geschafft, einige Zeit miteinander zu verbringen und haben sogar einen Tagesausflug nach Al Ain hinbekommen.
Al Ain ist ein Städtchen in der Nähe von Dubai mit einigen Oasen, einigen Forts, einem interessanten Museum über die Geschichte der Gegend und der im Baedecker mit zwei Sternchen gekennzeichneten Ausgrabungstätte Hili Archaeological Gardens. Bei letzterem handelt es sich um einen Park mit ca. 5000 Jahre alten, oberirdischen Rundgräbern. Als wir dort aufliefen, fing ich an, stark am Baedecker zu zweifeln. Ich bin kein Banause, wenn es um historische Ausgrabungen geht und ich kann z.B. Stunden damit verbringen, mich an Überresten römischer Bauten zu erfreuen auch wenn es nur ein paar mit Gras überwachsene Marmorkiesel sind- solange ich weiss, was es mal war und wann es mal war. Den Reiseführer, den wir dabei hatten, liess sich allerdings nicht allzu ausgiebig darüber aus und im Park selbst gab es nur spärliche Hinweise und keine Karten oder Broschüren, weswegen wir nur halbherzig an den Ausgrabungen vorbeigeschlendert sind und uns nicht mal haben dazu hinreissen lassen, Fotos zu machen. Erst als ich später im Museum mehr über die Gräber gesehen und gelesen habe, wurde mir bewusst, was ich soeben verpasst hatte.
Als ich im Reiseführer das Wort 'Oase' gelesen habe, habe ich sofort an an hohe, gelbe Sanddünen gedacht, in deren Mitte eine Wasserlache ist, die von vier oder fünf Palmen umringt ist und an der Beduinen ihre Kamele tränken. Was natürlich auch nicht im Entferntesten was mit der Realität zu tun hat: Mitten in der Stadt gibt es einige riesige Gebiete mit Dattelpalmenplantagen, die von einem ausgeklügelten Wasserkanalsystem durchzogen sind, das sicher stellt, dass auch mit dem wenigen Wasser, das vorhanden ist, alle Teile der Plantage genug Wasser abbekommen.
Allem in allem ein sehr netter Tagesausflug.
Ali Baba oder Der Letzte Gentleman
Über die 'Blauen Seiten' im Internet habe ich im Dezember Ali kennengelernt. Trotz aller Warnungen von Diego, dass alle Libanesen sleazy (verwegen, verrucht, schäbig- so ganz genau konnte er mir das auch nicht übersetzen) seien, habe ich mich also auf ein Internetdate mit eben Jenen eingelassen und was soll ich sagen- er ist der unsleazigste Mensch, den ich hier je kennengelernt habe- ein wahrer Gentleman, wahrscheinlich der einzige in Dubai. Bescheiden, charmant, höflich, hilfsbereit, grosszügig, gastfreundlich und intelligent.
Dadurch, dass er schon seit einigen Jahren hier wohnt, Arabisch spricht und Muslim ist, ist das für mich natürlich eine höchst interessante Erfahrung und seit dem ich ihn kenne, habe ich mehr über Land und Leute erfahren als in den ganzen Monaten zuvor. Ich verbringe sehr viel Zeit mit ihm und es tut gut, neue Freunde ausserhalb der Arbeit zu haben, die man auch mal anrufen kann, ohne einen bestimmten Grund zu haben.
Stop over on the way to Al Ain to watch some camels
Having a shisha in a restaurant in Al Ain
Ali and I having Lebanese dinner on a boat on the creek in Duabi
Sogar farblich perfekt aufeinander abgestimmt: Timo und Julian - ein Herz und eine Seele
Timo and Julian: The perfect couple- not just because of the matching colours
Timo and Julian
Timo and Julian had a stop over in Dubai for a couple of days on their way back to Germany. Although I had to work most of the time while these two sweethearts were sun burning their noses at the beach, we still managed to spend some time together and even did a day trip to Al Ain.
Al Ain is a city close to Dubai with some oases, some forts, a rather interesting museum of local history and the Hili Archaeological Gardens, an archaeological site with some 5000 year old round burial chambers. I'm always happy to see archaeological excavations and I can spend hours having a look at some ruins of old Roman buildings, even if it is just some overgrown marble pebbles- as long as I know what it has been and when it has been. Unfortunately our travel guide wasn't very helpful in explaining what it was about. We hardly could find any signs in the park and there wasn't any map or brochure available at all- so we just walked through the park without getting really excited and without taking any pictures. When I read more about these excavations in the museum later on, I realised what we actually missed out.
Al Ain is a city close to Dubai with some oases, some forts, a rather interesting museum of local history and the Hili Archaeological Gardens, an archaeological site with some 5000 year old round burial chambers. I'm always happy to see archaeological excavations and I can spend hours having a look at some ruins of old Roman buildings, even if it is just some overgrown marble pebbles- as long as I know what it has been and when it has been. Unfortunately our travel guide wasn't very helpful in explaining what it was about. We hardly could find any signs in the park and there wasn't any map or brochure available at all- so we just walked through the park without getting really excited and without taking any pictures. When I read more about these excavations in the museum later on, I realised what we actually missed out.
When I read the word 'oasis' in the travel guide, the image of yellow sand dunes with a water hole in its center surrounded by four or five palm trees and some camels drinking water came to my mind. Which of course is as far away from reality as it could be: Big plantations of date palm trees in the centre of the city with a sophistcated system of water channels.
All in all a very nice day trip.
Ali Baba or The Last Gentleman
I met Ali online through the 'Blue Pages' in December. Despite Diego's warnings ('All Lebanese guys are sleazy'), I met up with him and what can I say- he is the most un-sleazy person I ever met here so far- a real gentleman. Humble, charming, polite, willing to help whenever he can, generous, hospitable and intelligent.
As he is already living in Dubai for a couple of years, as he is speaking Arabic and as he is a Muslim, I learn a lot everytime I meet up with him. Since I first met him I learnt more about the culture and the religion than I did in the months before. We spend a lot of time together and it is great to have a new friend who you can call without having a reason to do so.

4 Kommentare:
Sleazy, pumpkin? Musste nur mich fragen - schmuddelig-sexuell, unmoralisch, also sehr nett im grossen und ganzen... Gehnse mal in die darkrooms vom Central Station in king's cross, dann hamse ne gute vorstellung, was ich meine.
Diese disco-ball-kamele, gibts die auch en miniature? Sowas würd schon hübsch aufm schreibtisch aussehen oder so. aber was war das da mit: "da ich nur selten Alkohol trinke, torkele ich schon nach zwei Bier"? das hab ich aber anders in erinnerung... wahrscheinlich aus der übung gekommen in diesem trockenen land!
(hicks! hab mir gerade ein gutes beispiel an einer anderen deutschen freundin genommen und trinke jetzt auch allein zuhause, das ist gar nicht so schlecht, wie ich dachte.)
Ho-humm, na, das posten klappt ja wieder einwandfrei; als ich das vor weihnachten probiert habe, hattense gerade irgendsone beta-version installiert und es ging und ging und ging nicht. dann kann ich ja oefter wieder ausm nähkästchen plaudern, wie schoen!
xx
Jan, du Gute. Schoen, wieder von dir zu hoeren. Freue mich auf weitere Nachrichten aus London- jetzt, da du rausbekommen hast, wie die neue Bloggerversion funktioniert.
Handelt es sich bei deiner 'anderen deutschen Freundin' um die gute, alte (eher alt als gut, aber lassen wir das...) Georgette oder hast du mir in London heimlich durchs Wohnzimmerfenster in der Beryl Road nachspioniert?
Wirst du jetzt erst mal fuer ein Weilchen im Vereinigten Koenigreich verweilen oder sind wieder Urlaubssemester... aeh... Forschungsreisen in Aussicht?
Weder noch, obwohl das sicher seinen reiz hätte, mit trenchcoat, feldstecher und mikro-kamera die vorgänge in beryl road zu observieren. aber es gibt ja sage und schreibe 42,000 germanInnen in london, und von denen kenne ich immerhin noch eine andere ausser dir (und die heisst auch ausgerechnet noch so wie ich. also auch mata hari? äh? langsam komm ich nicht mehr mir, dieses trinken dauernd...). aber was ich eigentlich sagen wollte, näh, ich bleib jetzt für immer in london, oder wenigstens bis die polkappen schmelzen und die stadt geflutet wird (soll ja jetzt doch viel schneller gehen, stand im guardian zu lesen) oder bis die drohende arbeitslosigkeit mich zwingt, anthropologie in der provinz zu lehren (1 a.m. - gerade kommt die nationalhymne im radio, schon schoen), bristol oder st andrew's oder plymouth oder was der schrecken mehr sind. oder weil ich auf der flucht bin vor diesem fräulein aus ipswich, eine bekannte von stan, die sich am samstag sterblich in mich verliebt hat (fehlt mir ja grade noch, vielen dank auch).
aber prinzipiell sitz ich doch jetzt an der niederschrift meiner diss, das erste kapitel ist 2/3 fertig, und es geht schon hoch her, das wird die gelehrtInnen-welt aufrütteln, aber holla!
in diesem sinne, koelle alaaf! (gestern war rosenmontag) und alles gute zum chinesischen neuen jahr (des schweins; hat gerade angefangen, aber ist wohl nicht halal genug für dubai).
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