31.12.06

Tourist in der eigenen Stadt / Tourist in the city you live in


Matthews Meisterstück - Die Sheik Zayed Road von meiner Swimmingpooldachterrase aus. Ich kann mich noch an meine Ankunft hier erinnern- spät nachts, hundemüde, vom Fahrer der Firma am Flughafen abgeholt, auf dem Weg in die Firmenwohnung durch die Sheik Zayed Road gefahren. Ich war beeindruckt und dachte mir, wie cool es doch sein muss, in einem dieser Hochhäuser zu wohnen. So schnell kann's gehen :)

Matthew's masterpiece - the Sheik Zayed Road from my swimming pool roof top terrace. I still can remember what I felt when I first arrived- late at night, I was very tired, the company's driver picked me up from the airport, on the way to the company's accomodation we passed this road. I was impressed and imagined how it would feel to live in one of these towers. Here we go :)


Sonnenuntergang von meinem Balkon aus

Sun set view from my balcony



Abwaschen mit Blick über den Golf- so macht Abwaschen Spass

Dish washing with view to the Gulf- puts back the fun into dish washing


Ganz so schlimm, wie in meinem letzten Post beschrieben ist es dann doch nicht. Wenn man den ausgelatschten touristischen Pfaden hier in Dubai folgt, kann man doch ein paar nette Ecken finden, die ein bisschen 1001-Nacht-Flair aufkommen lassen.

It's not as bad as I told you in my last post after all. If you follow the tourist crowds here in Dubai, you will find some areas that still have some kind of 1001 night atmosphere :)



Das Fort in Dubai, in dem das nicht weiter erwaehnenswerte Dubai Museum untergebracht ist.

Dubai's fort- location of the Dubai Museum (the museum is rather dull though)




Abra-Fahrt über den Creek im Zentrums Dubai- nette, kleine, billige, laut tuckernde Wassertaxis, die einen von der einen auf die andere Seite des Flusses bringen.

Abra trip across the creek in the centre of Dubai- nice, small, and noisy water taxis, a cheap way to cross the creek


29.12.06

Oman II

Endlich angekommen, erweist es sich aber als eine sehr gute Idee, in den Oman gereist zu sein. Ein sehr nettes, idyllisches, übersichtliches Städtchen- gerade im Vergleich mit dem doch eher hektischen Dubai.

Zum ersten Mal habe ich das Gefuehl, im Orient angekommen zu sein. Dubai mag zwar per Definition im Orient liegen, aber das Stadtbild wird zum Großteil durch hypermoderne Architektur, indische Gastarbeiter, amerikanische Fastfood- und Coffeeshopketten und zwölfspurigen Strassen geprägt, was nicht so wirklich mit dem Beduinen-Oasen-Kamel-Bild uebereinstimmt, das in meinem Kopf rumgeisterte. Hier in Maskat dagegen sieht man hauptsaechlich gemaechliche Einheimische, zumeist in traditionellen Gewaendern und Hueten, alle sind freundlich (bis auf zwei Ausnahmen, die uns als Torist das Vielfache an Geld abknoepfen wollten- aber zumindest dem Tankwart haben wir auf Grund seines bezaubernden Laechelns ziemlich schnell verziehen), wenig Verkehr, am Meer gelegen, Palmen, Strand, Sonnenschein,... herr-lich. Selbst die Stadt an sich sieht noch sehr traditionell aus- obwohl sie da mit strengen Bauauflagen, die keine anderen Dächer als Flachdächer, keine anderen Farben als weiß und beige zulassen und fordern, dass Klimaanlagen und Satellitenschüsseln verkleidet werden müssen, ein wenig nachhelfen mussten. Fuer den Anwohner wohl eher aergerlich, fuer das touristische Auge aber sehr angenehm.

Wir sind an der Strandpromenade entlangspaziert, haben aus der Ferne die Forts gesehen, die die Portugiesen damals direkt an der Kueste auf die Bergkuppen gesetzt haben, einmal rund um die Stadt kann man in den angrenzenden Huegeln ueberall nett anzusehende Wachtuermchen entdecken, sind am Palasts des Sultans vorbeischlendert, waren zum Tee in einem ziemlich langweiligen, aber beruehmten Luxushotel ausserhalb der Stadt und haben uns die Grosse Moschee (sehr neu, 2001 fertiggestellt, fuenf Minarette (je mehr Minarette, desto wichtiger, die wichitigste in Mekka hat sieben)) und den Souk (Markt, Markstrasse) angesehen.

Schon schön. Hier ein paar visuelle Eindruecke...

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After a quite annoying trip to Oman, it turned out that is has been a good choice to come here though. A nice, pittoresque, and not too big city- especially compared to rather stressful Dubai.

For the first time I feel like being in the Orient. Oficially Dubai might be located in the Orient, but with all its very modern architecture, Indian expats, American fast food and coffee shop chains, and twelve lane roads, it doesn't really match the bedouin-oasis-camel-image that I had in my mind- whereas here in Oman you mainly see local people, most of the time with traditional dressing and hats, everyone is friendly, less traffic, close to the sea, palm trees, beaches, sun shine,... beau-ti-ful. Even the architecture of the city is rather traditional- although they had to enforce this by having strict laws prohibiting any roofs other than flat top roofs and any colours other than white and beige. Probably quite annoying for the local people, but very pleasant to the tourists's eyes.

We walked passed the coast, had a look from the distance to the forts that the Portugese built close to the coast on the top of the mountains, in the hills you can find heaps of smaller watch towers all around the city, walked passed the palace of the Sultan, had a tea in a rather average, but famous luxury hotel outside the city, and had a look at the Grand Mosque (quite new, finished in 2001, five minarets (the more minarets, the more important (the most important mosque (Mekka) has seven)) and the souk (market).

Here some pictures...


Blick ueber Oman von der Dachterrasse eines Fischrestaurants, in dem wir unsere wohlverdiente Mittagspause verbrachten

View over Oman from the roof top terrace of a sea food restaurant where we had lunch

Gegen alle Erwartungen kam aus diesem Haeuschen keine Reihe gut gelaunter, singender Schluempfe herausgetanzt- bei diesem Gebaeude handelt es sich um den Palast des Sultans vom Oman

Against all expectations there were no happy, singing smurfs dancing around this building- this is the palace of the Sultan of Oman

Marvellous Matthew beim Tee im Hotel /

Having tea with Marvellous Matthew in the hotel

Traditionelle Kleidung und Billigschmuck aus China im Souk

Traditional dressing and cheap jewellery from China in the souk

Kaffeekannen - Das Symbol schlechthin fuer arabische Gastfreundlichkeit

Coffee pots are the symbol for Arabian hospitality

Die Grosse Moschee / The Grand Mosque

28.12.06

Oman I

Seit 26. ist Matthew hier in Dubai- eine gute Gelegenheit, zwei Wochen Urlaub einzureichen und mal Tourist in der eigenen Stadt zu sein. Um aber nicht von einer Überdosis Dubai dahingerafft zu werden, hab ich uns erst mal für drei Tage in einem Hotel in Maskat einquartiert (für alle, die über genauso wenig geografische Kenntnisse wie ich verfügen: Maskat ist die Hauptstadt vom Oman, einem Nachbarland der Vereinigten Arabischen Emirate, von dem ich persönlich vorher noch nie gehört habe. Kleine Besserwisserlektion zwischendurch: Zu deutsch Maskat, zu englisch Muscat, hat aber nichts mit der Muskatnuss zu tun, die heisst im Englischen nämlich nutmeg und kommt ursprünglich aus Indonesien. Oman ist eines der beiden noch existierenden Sultanate auf der Welt (das andere ist Brunei, welches passenderweise direkt neben Indonesien liegt). Beide Sultanate haben aber wiederum nichts mit Sultaninen zu tun hat- nagut, lassen wir das...).

Normalerweise braucht man für die Fahrt ca. 4.5 Stunden. Mit meinem Mietwagen haben wir uns also um 11 Uhr morgens auf den Weg gemacht und kamen sage und schreibe um kurz nach Mitternacht im Hotel an...

Die Geschichte von zweien, die ungern nach dem Weg fragen, die daran gewöhnt sind, internationale Grenzen in Europa mit einem Wink des Personalausweises zu überqueren und die ohne arabische Sprachkenntnisse, Bargeld in entsprechender Landeswährung, Stadtplan des Zielortes oder dem Wissen, dass gerade drei arabische Feiertage in Folge stattfinden (und den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten, eine Auslandszusatzautoversicherung zu bekommen) auszogen, das Fürchten zu lernen.

Kurz und gut- wir waren heilfroh, als wir ankamen und uns gegenseitig nicht die Kehle durchgebissen hatten.

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Matthew arrived at the 26th- a good opportunity to book two weeks of annual leave and to be a tourist in the city I live in. In order to avoid a Dubai overkill, I booked a three day holiday in Muscat for both of us (for all of you who are as useless in geography as I am: Muscat is the capital of Oman, a neighbour country of the United Arabic Emirates and in addition to that a country I have never heard of before I moved to Dubai).

It usually takes 4.5h to get to Muscat by car. We left Dubai in my rental car at about 11am and everyone who knows about my driving skills and my sense for directions won't be surprised that we arrived at the hotel at about midnight...

Two guys who don't like asking for directions, who are used to cross international boarders in Europe just by waving with your id card at the passport control, without any knowledge of the Arabian language, without cash in the land's currency, without a city map of the destination and without knowing that there will be three Islamic public holidays in a row (which means lots of problems getting your additional car insurance for Oman) in one car for 13 hours...

To make a long story short: We were glad when we arrived.


25.12.06

Frohe Weihnachten! / Merry Christmas!


Mein liebes Schwesterlein hat mir einen virtuellen Adventskalender gebastelt und mir jeden Tag ein Foto aus ihrer Weihnachtsbäckerei zukommen lassen- und mir damit die Nase lang gemacht ;) Hier in Dubai hab ich leider nicht wie in London zum Lidl gehen können, um mich mit Marzipankartoffeln und Dominosteinen einzudecken, aber meine Schwester ist ja kein Unmensch und hat Matthew (der zur Zeit zu Besuch ist) beauftragt, Selbige aus Europa mitzubringen :) Vielen Dank dafür- das war Rettung in höchster Not!




Vielen Dank an alle, die an mich gedacht haben und mir per Post oder Email weihnachtliche Grüsse ins ach so unweihnachtliche Dubai gesendet haben! Zwar brummt es in den ganzen Einkaufszentren in der Adventszeit und die ganzen westlichen Gastarbeiter werden durch entsprechende Werbung und Weihnachtsdekoration in den Laeden in Stimmung gebracht und
dazu animiert, ihre mehr oder weniger hart verdienten Dirham gleich vor Ort wieder los zu werden, aber wenn man dann aus dem Shoppingcenter rauskommt und als erstes mal in der Handtasche nach der Sonnencreme und der Sonnenbrille sucht oder wenn man Weihnachtslieder, die einem ohrwuermigerweise im Supermarkt implantiert wurden, vor sich hinsummt waehrend man im klimatisierten Auto am Strand entlang faehrt, wo sich Leute in der Sonne raekeln, ist das schon ein wenig seltsam.

Am 24. hab ich noch gearbeitet, am 25. hatten wir ein Weihnachtslunch bei Sang Ok mit mehreren Kollegen und seit 26. ist Matthew fuer zwei Wochen zu Besuch- Berichte folgen.


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My sister prepared an online advents calendar and sent me a picture of one of her self made christmas cookies each day from the 1st to the 24th of Dec, which was kind of mean as christmas without German christmas sweets is just half the fun. If I still would be living in London, at least I could have gone to the Lidl supermarket in Streatham to get all the German goodies (Marzipankartoffeln (picture below) and Dominosteine amongst others) but I couldn't find any here in Dubai. Lucky me, my sister is not that mean after all and made Matthew (who is just visiting) bring some ginger bread and Marzipankartoffeln over from London. Life just wouldn't be complete without chocolates.



Thanks to all of you who sent christmas greetings into the desert. Although the shopping malls are packed and try to get the Western expats into the christmas shopping mood by having loads of tacky christmas adverts and decoration to make them spend all their more or less hard earned dirhams, but when you leave the shopping center and the first thing you do is to look for your sun glasses and sun lotion in your hand bag while you are still humming some annoying christmas song that they played in the supermarket or when you drive passed the beach watching people sun bathing- feels kind of funny (yes, I know, you Aussie guys are not impressed).

I was still working on the 24th, at the 25th I went to a christmas lunch with some colleagues at Sang Ok's place and since the 26th Matthew is over for two weeks.



In Sang Oks Villa zum Weihnachtslunch- wie es sich fuer einen guten Hunsruecker gehoert, hab ich natuerlich zu Weihnachten einen Kartoffelsalat gemacht und hab auch keine Strapazen gescheut, im Supermarkt heimlich, still und leise in die Verbotene Schweinefleischabteilung zu gelangen, um den Leuten hier zu zeigen, wie echte Frankurter schmecken.


Achja, 25. Dez., kurze Hosen, Swimming-Pool und Sonnenschein :)

11.12.06

Photos 12/2006

"Hm, kauf ich nur den grossen oder gleich alle vier..." - City Scape 2006 im Exhibition Center - Internationale Immobilienausstellung mit Riesenmodellen

'Hm, should I just get the big one or all four of them...' - City Scape 2006 in the Exhibition Center - International property exhibition with huge models



Neues Unding in Dubai - Falcon City Of Wonders mit Nachbauten der Haengenden Gaerten, des Eiffelturms, der Pyramiden, des Schiefen Turms Von Pisa, des Taj Mahals, des Leuchtturms von Alexandria und der Chinesischen Mauer mit Grundriss in Form eines Falkens (Wappentier der VAE)

New design sins in Dubai - Falcon City Of Wonders with the Pyramids, the Hanging Gardens of Babylon, the Eiffel Tower, the Taj Mahal, the Great Wall of China, the Leaning Tower of Pisa, and the Lighthouse of Alexandria on a property shaped like a falcon (coat of arms for the Emirates)


Modell der Inseln, die die Weltkarte darstellen - von meinem Balkon aus kann ich sehen, wie Schiffe auf der Baustelle Sandfontaenen spruehen, um diese Inseln aufzuschuetten

Model of The World - from my balcony I can watch the sand fountains coming out of the ships claiming these islands


Jumeirah Moschee / Jumeirah Mosque


Jungle Fever Party bei einem Kollegen

Jungle Fever party at a colleague's place

Mein australischer Sonnenhut wurde endlich seiner endgueltigen Bestimmung zugefuehrt.

My Australian sun hat eventually found its final destination.



Abdullah - Meine erste Bekanntschaft mit einem Dubai-Einheimischen. Ganz ein Netter.

Abdullah - First contacts to Dubai locals. Very nice guy.


Vietnamesisches Reisrollenbrunch bei Sang Ok (alles Kollegen)

Vietnamese rice roll brunch at Sang Ok's place (all of them are colleagues)


Auf Wunsch meiner Schwester ein Bild meiner Kueche (Auto und Bad folgen)

As requested by my sister a picture of my kitchen (car and bath room to follow soon)


Das Leben ist schoen.

Happy hour

10.12.06

Small Talk

Zahl des Tages

74,nochwas % aller Einwohner Dubais sind maennlich

Small Talk

Da das Leben als solches hier ein wenig anders tickt, muss man sich auch erst mal ein neues Reportoire an Small-Talk zulegen, um auf Partys, im Taxi, beim Frisör oder im Büro am Kopierer die unangenehmen Momente der Sprachlosigkeit zu überbrücken. Hier immer wieder gerne genommen sind folgende Themen, mit denen man nichts falsch machen kann und man immer Zustimmung erntet und es folgen ausschliesslich Zitate, wie man sie tagtäglich zu hören bekommt:

Auch international beliebt:

Wetter

  • "Endlich ein wenig Abkühlung." "War ja nicht auszuhalten." "So kann's bleiben."
  • vor dem grossen Regenfall: "Letzten Freitag vor zwei Wochen hat es um kurz nach 8 am Morgen ein wenig genieselt." "Nein, echt?!" "Und ich hab's verpennt- so'n Mist."
  • nach dem grossen Regenfall letzte Woche: "Die sollten sich hier echt mal Gedanken über gescheite Entwässerung machen." "Aber es regnet doch eh nur zweimal im Jahr." "Die haben ja schon Entwässerung hier, aber mit dem ganzen Sand- kein Wunder, dass immer alles verstopft ist" "Beim Deira City Shopping Centre hab ich gestern kniehoch im Wasser gestanden." "Und ich erst!" "In Sharjah ging gar nix mehr, da hab ich 2.5 Stunden im Stau gestanden, nur um durch den Kreisel zu kommen."
Miete

  • "Die Mieten sind ja fast so schlimm wie in London." "Kann sich ja kaum noch jemand leisten, in der Innenstadt zu wohnen." "Soll aber naechstes Jahr besser werden- wegen den ganzen neuen Wohnungen." "Das haben sie auch schon letztes Jahr gesagt..."
  • "Kein Wunder, dass die Strassen nach Sharjah immer so voll sind- da kann man sich wenigstens noch eine anstaendige Wohnung leisten." "Aber dafuer jeden Tag vier Stunden im Auto zu sitzen. Ich weiss nicht..." "Vor ein paar Jahren brauchtest du gerade mal 15 min." "Achja, damals..."
Dubai
  • "Die Leute ziehen hier hin und wissen, dass sie nur fuer ein, zwei Jahre bleiben." "Ja, dann geht man schon ganz anders an die Sache ran." "Aber ich kenn jemanden, der jetzt schon seit zehn Jahren hier wohnt." "Zehn Jahre!?" "Aber geplant hatte der das auch nicht, das stimmt schon."
  • "Als ich hier herkam, war das Burj [Burj Dubai] nichts als ein Loch im Boden." "Wie hoch sind sie jetzt?" "Ich glaube beim 84. Stockwerk." "Meine Guete, das geht ja ratzfatz." "Jaja, eine Etage pro Woche." "Schade, dass ich nicht mehr hier sein werde, wenn es fertiggestellt wird." "Ist aber auch schon so sehr beeindruckend." "Das hoechste Gebaeude der Welt, direkt vor meiner Haustuer. Wie geil ist das bitteschoen!" "Und das soll nochmal so hoch werden?" "Das kann man sich gar nicht vorstellen."
  • "In der Skihalle haben sie jetzt die Skipiste zugunsten der Snowboardpiste verkleinert. Nach der grossen Kurve kann man jetzt gerade aus weiter fahren." "Cool, wer will denn auch schon Skifahren..." "Wenns bloss nicht immer so voll waere..." "Warst du schon mal die Woche ueber abends da? Da hat man die Halle fuer sich." "Das stimmt. Letzten Dienstag waren wir insgesamt zu fuenft auf der ganzen Piste."
  • "Die gehen hier nicht ins Kino, um den Film zu sehen." "Die reden un-un-ter-brochen." "Wenn sie wenigstens nicht die ganze Zeit am Handy haengen wuerden."
Verkehr
  • "Die fahren hier echt wie die letzten Henker." "Irgendjemand sollte denen mal erklären, was ein Blinker ist." "Vor ein paar Jahren ging das ja alles noch, da war noch nicht so viel los auf den Strassen, aber heutzutage..." "Die Taxifahrer sind die Schlimmsten!" "Ja genau, unglaublich! Neulich auf der Sheik Zayed Road [ausfuehrliche Beschreibung eines beliebigen Unfallszenarios]..."
  • "Was bin ich froh, dass ich auf dieser Seite des Flusses wohne und mir das nicht tagtäglich antun muss." "Richtung Sharjah nach Feierabend ist echt die Hölle." "Und in die andere Richtung sind die Strassen wie leer-ge-fegt."
  • "Und jetzt auch noch die Maut fuer die Innenstadt... das ist ja wohl ein Witz!" "Reine Geldmacherei!" "Ich koennts ja noch verstehen, wenn es irgendwelche Alternativen gaebe, aber der Oeffentliche Nahverkehr ist ja wohl auch ein Witz. So kassieren sie nur ab und am Verkehr aendert sich trotzdem nix..." "Aber sie bauen ja gerade an der U-Bahn." "Bis die mal fertig ist... Und dann hat sie nur eine Linie und dann steht man am U-Bahnhof rum und muss trotzdem noch ein Taxi nehmen."
  • "Am Trade-Centre-Kreisel blitzen sie jetzt regelmässig." "Was du nicht sagst." "Und heute morgen hab ich gesehen, wie sie da Leute rausgewunken haben, die auf der Standspur überholt haben." "Richtig so." "Das wurde ja auch mal Zeit." "Aber bestimmt nicht die Einheimischen. Die koennen ja eh machen, was sie wollen."
Wer genau "die" sind, weiss wohl niemand so genau, aber "die" sollten sich echt mal was schämen!


Wasserstrasse / Water way


Um die Dimesnion zu erahnen, einfach mal mit der Groesse der Baukraene vergleichen /
To get an idae about the scale, just have a look at the cranes at the bottom

Number of the day


74.something % of Dubai's inhabitants are male

Small talk

Life in Dubai is slightly different to life in Europe, so I have to learn the new rules for small talk in order to fill these uncomfortable gaps in conversation at partys, in the taxi, at the hairdresser or at the copy machine in the office. These are the most popular topics. Everyone will agree to what you say and all of these are quotations from conversations which you will encounter every day:

Very popular all over the world:

Weather


  • "Finally it cooled down a bit." "Such a relief." "I wish it could stay like this all year."
  • Before the big rain : "On the Friday two weeks ago, at 8 in the morning, it was raining for a couple of minutes." "You are kidding!" "Dam it- I missed it!"
  • After the big rain last week: "They really should get their drainage sorted here in Dubai." "But it only rains twice a year anyway." "Well, they have drainage, but everything is always blocked because of the sand." "I was stuck in traffic in Sharjah for 2.5 hours yesterday just to get pass this roundabout." "At the Deira City Centre mall, I had to walk through a puddle that reached my knees." "That's nothing. Listen..."
Rent

  • "Rent is almost as expensive as it is in London." "I've got no idea how people still can afford to live in central Dubai." "I heard that the rent level has reached its peak and that it will become better next year because of all of these new developments." "Well, they've already said this last year..."
  • "That's the reason for the traffic jam on the way to Sharjah- that's the only place where you still can afford a decent flat." "I'd rather pay more rather than sitting in my car for four hours every day." "A couple of years ago, you could get there in less than 15 min." "The good old days..."
Dubai

  • "People come here knowing that they are just going to stay here for one or two years." "You behave different when you know you will move on soon." "But then again, some end up staying here for quite a while. I know someone who is here for already more than ten years!" "Ten years!?" "But you are right- he didn't intend to at the beginning."
  • "When I first arrived, they haven't even started with the construction work for the Burj [Burj Dubai]." "How high is it now?" "I think they just finished the 84th floor." "You are kidding. That all happens so fast." "One floor each week!" "What a shame I won't be around any more when they will finish it." "The tallest building of the world on your doorstep- how cool is that!" "And it's going to be twice as high as it is now?" "It's incredible..."
  • "They don't go to the cinema to see the movies." "They are chatting to each other all the time." "If at least they would stop using their mobile phones for a minute."
Traffic

  • "Traffic here is a nightmare." "Someone should tell them what the indicators are for." "A couple of years ago that wasn't a problem because there was much less traffic, but nowadays..." "Cab drivers are the worst." "That's right. Unbelievable! Last Sunday on the Sheik Zayed Road [add detailed description of some random accident]..."
  • "Did you hear about the congestion charge they want to introduce for the main roads?" "They just want to make some extra money!" "If at least there would be some kind of alternative, but the public transport is just ridiculous." "Yes, they will get their extra cash but the amount of traffic won't change at all." "Aren't they working on a tube?" "That will take ages to finish it... and then you'll have one line and you still have to get a taxi to your destination."
  • "They have new speed cameras at the Trade Center roundabout." "Oh really!" "And I even saw them stopping cars using the hard shoulder this morning." "But they probably didn't stop any locals, did they? Locals get away with anything."
I'm sure that nobody exactly knows who 'they' are, but 'they' really should be ashamed of themselves.

30.11.06

Ärztliche Untersuchung / Medical Test

Die meisten Huerden zu meinem endueltigen Arbeitsvisum sind geschafft. Nachdem ich ja schon vor ein paar Wochen mitgeteilt bekommen habe, dass ich meine Probezeit erfolgreich bestanden haette, wurde also mein Visum beantragt und heute wurde ich dann zum medizinischen Test chauffiert, den alle machen muessen, wenn sie hier laenger arbeiten wollen, als das Besuchervisum zulaesst, um sicher zu stellen, dass niemand dem Staat auf der Tasche liegt. Um auch ganz sicher zu gehen, wird dieser Test alle drei Jahre wiederholt. Bevor ich mich jetzt aber hier ueber Diktatur, Diskriminierung und Ungerechtigkeit auslasse, eine kleine Zwischenfrage: Gibt es das gleiche auch in Deutschland?

Das ganze war eine Massenabfertigung sondergleichen: Es war recht viel los und scheinbar ist Privatsphaere ein Fremdwort im hiesigen Gesundheitswesen... Warten, Papiere beim betont genervten Personal einreichen, Nummern ziehen, warten, in ein kleines Zwischenzimmerchen geschleust werden, warten, mit mehreren in einem kleinen Raeumchen sitzend Blut abgenommen bekommen (mein Blutabnehmer hat die ganze Zeit "It's raining men" vor sich hingesungen- geht's denn), das dann auf HIV getestet wird, einer gruenen Linie ueber mehrere schummrige Hinterhoefe folgen, Papiere beim betont genervten Personal einreichen, warten, warten, warten, mit mehreren in eine dunkle Kammer gefuehrt werden, wo dann alle die Hemdchen ausziehen und einer nach dem anderem die Brust geroentgt bekommt (Tuberkulosetest, ich hatte Glueck- ich habe sogar ein Schutzschuerzchen erhalten, was bei meinem Kollegen nicht der Fall war), warten, Papiere entgegennehmen und fertig.

Schon ein wenig unheimlich.

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Just a couple of more days and I finally will get my proper visa which allows me to stay and work here in Dubai for the next three years. They told me that I passed my trial period a couple of weeks ago and they are now processing my visa. Part of this process is to go to a medical examination. Everybody who wants to work here has to go to this medical test and you have to repeat this test every three years. Before I start complaining about dictatorship, discrimination and injustice, just one quick question: Do they have tests like this in the UK, too?

This test was like a mass production: It was quite busy and obviously they don't know the word privacy... Waiting, handing in your papers to the extremely unfriendly staff, getting a number, waiting, moving on to a small room, waiting, going into another room where they take a blood sample to check it on HIV sitting down at a long table with a couple of other visa applicants (the guy taking my sample was singing "It's raining men" all the time), following a green line on the floor passing a couple of dodgy back yards, handing in your papers to the extremely unfriendly staff, waiting, waiting, waiting, going into a dark room with a couple of other people, removing your shirt, getting your chest x-rayed (TB test, I was lucky- unlike my colleague I got a protective apron), waiting, getting your papers back and you're done.

Scary.

19.11.06

Dubai vs. Leipzig

Neulich war ich mit ein paar Kollegen auf einer kleinen Umweltkonferenz, die in den Tagungsraeumen der Emirates Towers statt fand. Die letzte Umwelttagung auf der ich war, war in Leipzig im Rahmen meiner Diplomarbeit- muffige, neonbeleuchtete Raeume, unbequeme Plastikstuehle, miserable Technik, lauwarme Cola aus einem Automaten und durch nichts, aber auch nichts gerechtfertigte Teilnahmegebuehren.

Um so ueberraschter war ich, als ich in den durchgestylten Vorhallen der luxurioesen Emirates Towers amkam und mir vom freundlichen, aufmerksamen Perosonal frisch gepresste Obstsaefte gereicht wurden und auf den Stehtischen Knabbereien in Schalen in Form der Emirates Towers bereit standen. Gekuehlte Getraenke und Suessigkeiten waehrend der Vortraege und ein fantastisches Riesenbuffet im Anschluss- und das ganze fuer umsonst. Schon schoen. Die Vortraege allerdings waren nicht weiter erwaehnenswert- ich war ja sehr gespannt, was man im Land der 1001 Umweltsuenden zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu sagen hatte, zumal unter den Rednern auch David Bellamy war, ein Brite, der anscheinend im englischen Fernsehen fuer seine Umweltreportagen ziemlich bekannt ist.

Fast alle Anwesende waren in Anzuegen- Beamte, Architekten, Unternehmer. Unsere Gruppe Landschaftsarchitekten ist natuerlich mal wieder aufgefallen, da wir in Jeans, Lapper-T-Shirts und Turnschuhen aufgelaufen sind. Wie sich spaeter heraus stellte, handelte es sich bei den einzigen anderen Jeanstraegern (immerhin mit Jackets) auch um Landschaftarchitekten... Es scheint sich dabei also um ein internationales Phaenomen zu handeln.

Fazit aller Reden war jedenfalls lediglich, dass man sparsam mit Resourcen umgehen solle, was in Dubai aber nicht moeglich sei, da es keine entsprechenden finanziellen Anreize oder gesetzliche Vorgaben gaebe und folglich auch weder der Bedarf noch das Bewusstsein dafuer vorhanden seien. Ahja.

Dass das ganze in einem Riesensaal stattfand, dessen Waende wahrscheinlich mit bereits ausgestorbenem Tropenholz vertafelt waren und der auf ca. 16 Grad runtergekuehlt wurde, zog das ganze ein wenig ins Laecherliche.

Aber das Buffet war klasse.


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Emirates Towers (Keine Ahnung, weswegen der Link nicht funktioniert / No idea why the link doesn't work)



Sang Ok und ihr Freund (sie hat keine Zeit verschwendet) beim Open-Air-Kino am Strand / Sang Ok and her boy-friend (she didn't waste any time) at the outdoor cinema at the beach


Amritha, Teena (in gewagter Farbkombination- herrlich!), Sang Ok und Ex-Mitbewohner Damien (allesamt Kollegen) im indischen Restaurant. Werde mich am Dienstag auf dem hiesigen Oktoberfest fuer die erstklassige Essensberatung durch die indischen Kolleginnen revanchieren und ihnen Weisswurstzuzeln beibringen

Amritha, Teena (with interesting taste in colours- love her dress!), Sang Ok and ex flat mate Damien (all colleagues) in an Indian restaurant- perfect advise on what to order by the Indian colleagues inclusive. In return I will show them how to zuzel Weisswürste at the Oktoberfest on Tuesday


Feigen zum Nachtisch / Figs for desert



Mein Schreibtisch im Büro. Vielen Dank an Liane- dein Päckchen kam an, Weihnachten kann kommen. Das Rentier erregt sehr viel Aufsehen unter den Kollegen- wenn sie jetzt immer noch nicht ueber meine sexuelle Orientierung bescheid wissen, kann ich ihnen auch nicht helfen

My desk at work. Thanks a lot, Liane- your parcel arrived, christmas can come. The reindeer causes a lot of excitment amongst my colleagues- if they still have been in doubt about my sexual orientation before...

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Recently some coleagues and I have been to a small environmental conference in the Emirates Towers. The last environmental conference I have been to took place in Leipzig (Eastern Germany) and was part of my research for my thesis for my degree: dark, smelly rooms in the basement of a dodgy building, uncomfortable plastic chairs, bad organisation, warm soft drinks from a vending-machine and ridiculous fees.

When I arrived in the stylish lobby of the Emirates Towers, I was rather surprised: Friendly staff was just waiting for us to arrive in order to serve fresh fruit juices and on the tables there were bowls in the shape of the Emirates Towers with nibbles. Chilled water and sweets during the speeches and a fantastic buffet afterwards- and all that for free. Not too bad. The speeches didn't impress me that much though- I was quite excited to hear all about what people in the land of the 1001 environmental sins had to say about environmental issues- especially after I realised that David Bellamy was amongst the speakers.

Almost everyone turned up in business suits- officials, architects, business men. Of course, our group of landscape architects showed up in blue jeans, ragged t-shirts and sneakers. Later on, we realised that the only other group of people with blue jeans (but at least suit jackets) were guys from another landscape architects office. Obviously it seems to be the international dress code of landscape architects not to wear smart clothes ever...

At any rate: the result of all speeches was, that you should use natural resources carefully, but that in Dubai nobody cares about it as there are neither any financial benefits or laws nor the demand or conciousness. The conference took place in a huge hall with timber cladding on the walls probably made from tropical trees that are already distinct right now and which was chilled down to probably 16 degrees, what rediculed the entire conference a bit.

But the buffet was great.

15.11.06

Taxi!

Die Lage meiner neuen Wohnung ist jedenfalls fantastisch und der Ausblick, wenn ich morgens meine Gardinen zureuckziehe ebenfalls. Zur weiteren Wohlbefindenssteigerung habe ich mir jetzt ein Auto gemietet. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich nun Herr ueber Autoschluessel- Die Grosse Freiheit! Ich hatte schon als Beifahrer im Taxi mehrere Herzanfaelle erlitten- die meisten Leute hier scheinen ihren Fuehrerschein in einem Filmstudio in Hollywood (Abt. Wilde Verfolgungsjagd auf naechtlicher, vielbefahrener, zwoelfspuriger Stadtautobahn) oder vor einer Playstation gemacht zu haben- deswegen dachte ich mir, hier hilft nur der Sprung ins kalte Wasser und bin gleich durch den groessten Kreisel gefahren, den ich finden konnte.

Neulich gab es in der Zeitung einen Bericht ueber die Shaikh Zayed Road, die Strasse, in der ich wohne. Es wurde erwaehnt, dass von den 100 toedlichen Fussgaengerunfaellen pro Jahr in Dubai 23 auf dieser Strasse passieren. Vielleicht sollten sie mal ueberlegen, ob es bei diesem Prozentsatz nicht erwaegenswert waere, das Tempolimit, das zur Zeit groesstenteils bei 120 kmh liegt (und das in der Stadt, und das bei zwoelf Spuren) ein klein wenig niedriger zu veranschlagen. Vielleicht wuerde es auch schon helfen, wenn man entlang der ganzen Autobahn, die immerhin vom Flughafen bis an die Grenze von Abu Dhabi fuehrt, neue Fussgaengerueberwege anlegte- auf dieser Strecke gibt es sage und schreibe zwei. Da aber beide weniger als einen km von meiner Wohnung entfernt sind, will ich mich mal nicht beklagen, was bei einer Gesamtstrecke von fast 60 km ein guter Schnitt ist- erst recht nicht, da ich ja jetzt ein Auto habe und die Fussgaenger mich mal kreuzweise koennen. Immerhin wollen sie jetzt aber u.a. an 17 Stellen in Dubai Zaeune aufstellen, um das Unfallrisiko zu verringern. Hut ab. (Wer kam ueberhaupt auf die Idee, das Stadtzentrum direkt an einer Autobahn zu bauen?)

Achja, Taxi fahren ist schon schoen- ich werd's vermissen. Auch wenn es manchmal, besonders in der Rush Hour, ein Krampf sein kann, eines zu ergattern. Aber ich habe jetzt einen todsicheren Weg gefunden, wie ich sofort ein Taxi bekommen kann. Als das Naturgesetz erschaffen wurde, welches besagt, dass, sobald man sich eine Zigarette anzuendet, der Bus/ die U-Bahn/ ein Taxi kommt, wurde offensichtlich nicht damit gerechnet, dass die Zigaretten in Dubai so billig sind. Funktioniert bestens.

Der einzige Nachteil, dass ich ein Auto habe, ist, dass ich jetzt nicht mehr taeglich mein Taxifahrertrinkgeldspiel spielen kann, welches ich mir aus einer Mischung aus Langeweile und zur Abstrafung unsozialen Verhaltens seitens der Taxifahrer ersonnen hatte. Ueblicherweise gibt man 10%, viele geben aber auch einfach gar nichts. Je nach Zufriedenheit mit dem Service habe ich dann einen Prozentsatz veranschlagt. Es galten folgende Regeln, die selbstredend bar jeglicher Fairness und sonstiger Grundlage sind, willkuerlich abgewandelt und bei Bedarf beliebig erweitert wurden:

  • Startkapital: 10%
  • Keine Erwiderung meiner freundlichen Begruessung: -1
  • Kein einziges Wort, nicht mal nach meinem "Koennten sie mich bitte da und dahin bringen?": -1
  • Unangenehme Koerper- und/ oder Essensgerueche: -2
  • Unangenehme Geraeusche wie z.B. lautstarkes Nase hochziehen oder Ruelpsen: -1
  • Leichter Small-Talk inkl. Demonstrieren grundlegender Ortskenntnisse: +2
  • Abspielen leiernder Kassetten mit indischer Musik: +1
  • Pausenloses Zutexten: -1
  • Pausenloses Zutexten inkl. aktueller Sportergebnisse: -2
  • Leute anhupen, noch waehrend die Ampel auf Gruen springt: -1
  • Leute anhupen, weil sie nicht doppelt so schnell fahren wie zugelassen ist oder weil sie nicht innerhalb von zwei Sekunden die Fahrbahn wechseln, obwohl sie durch Lichthupe darauf aufmerksam gemacht wurden, dass sie im Weg sind: -2
  • Scheinbar grundloses Hupen: +2
  • Hilfe beim Schleppen von Taschen und Koffern: +2
  • Nachfragen, ob die Temperatur angenehm sei: +1
  • Nachfragen, ob die Temperatur angenehm sei gefolgt vom Justieren der Selbigen entsprechend meiner Antwort: +2
  • Stoppen an Stoppschildern: -1
  • Fussgaenger ueber die Strasse lassen: -2
  • Gegen die Fahrtrichtung einer Einbahnstrasse fahren: +1

Da alle Taxifahrer waehrend der Fahrt grundsaetzlich auf ihrem Handy telefonieren, gibt es dafuer an und fuer sich keine Minuspunkte. Sonderregeln:

  • Entgegennahme privater Handyanrufe in Verbindung mit einem beschaemten "Ich ruf dich gleich zurueck": +1
  • Taetigen diverser und langer Handygespraeche zwecks ohrenbateaubender Klaerung familiaerer Angelegenheiten: -1

Weitere Regeln:

  • Unbeirrt weiterbrettern, obwohl das in jedem Auto installierte Alarmsignal lospiept, weil man schneller als 120 kmh faehrt: +2
  • Mich im Dunkeln in meinem Geldbeutel nach Geld suchen zu lassen: -1
  • Mich im Dunkeln in meinem Geldbeutel nach Geld suchen zu lassen, obwohl ich schon, um meinen Geldbeutel zu finden, ein Feuerzeug zur Hilfe nehmen musste: weitere -2
  • Einlass neuer Gaeste noch bevor man ueberhaupt bezahlt hat: -1
  • Allgemeine Attraktivitaet des Taxifahrers: -1, 0 oder +1 (u.a. Abzuege fuer Schnauzer und schlechte Frisuren, Zuschlaege fuer gepflegte Fingernaegel und Brustbehaarung)

Da durch die oben angefuehrten Regeln aber viel zu oft ich sogar noch Geld haette zurueck bekommen muessen, wurde eine Sonderregel notwendig, die einen grosszuegigen Mindestsatz von 5% zusichert, die lediglich durch folgende Ereignisse ausser Kraft gesetzt werden kann:

  • Selbstaendiges Aufrunden des zu zahlenden Betrags
  • Ruppiges Anfahren waehrend ich noch mit mehreren Taschen bepackt und einem kakaohaltigen Heissgetraenk balancierend versuche, ins Taxi zu steigen und der Kakao natuerlich nur ueber meine Haende und auf meine Hose, nicht aber auf die gute Polstergarnitur des Taxis schwappt
  • Waehrend eines Ampelstopps lautstarkes und unappetitliches Nasehochziehen und Wuergen, gefolgt vom Oeffnen der Tuer und einem Auf-Die-Kreuzung-Rotzen
  • Bei Angabe eines Hotels als Reiseziel Umwege fahren und bei Nachfrage behaupten, er haette aus Versehen die letzten BEIDEN Abfahrten verpasst

Naja- vielleicht werd ich das Taxifahren auch nicht wirklich vermissen.

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The location of my new flat is great and so is the view when I open my curtain in the morning. For additional increasment of my general well-being I finally hired a car. For the first tim in my life I have a car! I already got a couple of heart attacks just being the front passenger in a cab. Most of the drivers here in Dubai seem to have passed their driving school test either in a Hollywood studio (Car-chase-on-a-twelve-lane-road-in-a-city-during-the-night-department) or by spending three hours in front of a Sony playstation.

Recently there was an article about the Shaikh Zayed Road (the road where I live) in the news paper. They mentioned that this road claimed 23 of the 100 pedestrian lives on the roads last year. I'm wondering if it might help to reduce the maximum speed limit which in some parts is 120 kmh at the moment- in the city and on a twelve lane road. I'm also wondering if it might help to introduce some more pedestrian crossings to this motorway which by the way goes all the way from the airport to the border of Abu Dhabi. Currently they have exactly two pedestrian crossings crossing this road. But I shouldn't complain as both of them a less than a kilometer away from my flat- considering the over-all length of the road of about 60 km not too bad- especially now that I have a car. At least they agreed on placing 17 fences througout Dubai to protect pedestrians. I was impressed. (Whose idea was it to built the city center around a motorway in the first place?)

Going by cab is great- I will miss it- even though it can be quite hard to find a taxi at all, especially during the rush hour. But I finally figuered out the best way to get a taxi immediately. When the natural law was created which says that your bus/ your train/ a taxi will arrive as soon as you light up your cigarette, obviously nobody bore in mind that the cigarettes in Dubai are that cheap. Works incredibly well.

The only draw-back about having a car is that I can't play my cab-driver-tipping-game any more, which I made up- partly because I was bored and partly to punish unsocial behaviour of cab drivers. You usually give about 10% tip- a lot of people don't give anything though. Depending on my satisfaction with the service I adjusted the 10% according to the following rules (which of course are totally unfair and which I change and extend randomly):

  • Basic tip: 10%
  • No response to my friendly 'Good morning': -1
  • Not a single word even after my 'Can you please take me to...': -1
  • Unpleasant body- and/ or food smells: -2
  • Unpleasant noises like noisy sniffing or burbing: -1
  • Light small talk incl. important sight-seeing infromation: +1
  • Playing Indian music from worn-out music cassettes: +1
  • Telling me the story of his entire life: -1
  • Telling me the story of his entire life and the most recent sports results: -2
  • Honking at people as soon as the traffic lights turn green: -1
  • Honking at people because they don't drive twice as fast as the maximum speed limit or because they dared not to change the lane although he indicated with his lights that he wants them out of the way two seconds before: -2
  • Honking at people without reason: +2
  • Giving a hand with carrying bags and suitcases: +2
  • Asking if the temperature is alright: +1
  • Asking if the temeprature is alright followed by the adjustment of the temperature according to my response: +2
  • Stopping at a stop sign: -1
  • Giving way to pedestrians: -2
  • Entering a one way street the wrong direction: +1

As a general rule, all cab drivers use their mobile phone for private phone calls during the ride, so no deductions for that. But:

  • Taking private phone calls followed by an embarassed "I'll call you back": +1
  • Placing a couple of long phone calls in order to clarify family issues by shouting into the mobile: -1

Additional rules:

  • Going ahead driving more than 120 kmh although the built-in alarm beeps like crazy: +1
  • To let me search for money in my wallet without turning on the light: -1
  • To let me search for money in my wallet without turning on the light although I already had to use a lighter to find the wallet in the first place: additional -2
  • Letting in new customers before I even have paid: -1
  • General attractiveness of the cab driver: -1, 0 or +1 (e.g. deductions for moustaches and bad hair cuts, extra points for looked-after finger nails and hairy chests)

If I would follow these rules strictly, most of the times they would have to pay back some of the fare, so I had to adjust them slightly: I generously guarantee a minimum tip of 5% which can only be cancelled by one of the following actions:

  • Rounding off the taxi fare by himself
  • Starting to drive although I'm still trying to get into the taxi while balancing a couple of bags and a hot chohocolate, which of course doesn't get spilled onto the cushioned seat but all over my hands and my trousers
  • Sniffing in the most disgusting and noisy way possible while stopping at the traffic lights followed by opening the door and spitting onto the junction
  • Taking detours if the destination of the ride is a hotel and- after I ask why he is taking this way rather than the shorter one- telling me that he accidently missed the last TWO exits

Okay, maybe I won't miss going by cab that much.

13.11.06

Ein Jahr im Voraus / One year in advance

Der Umzug in mein neues zu Hause verlief sehr unkompliziert. Mit nur einem Koffer, einem Rucksack und einem Karton auch nicht weiter eine grosse Leistung- hat alles bequem in ein Taxi gepasst. So macht Umziehen Spass. Ein kleiner Schock war lediglich, dass ich erst nach dem Einzug begriffen habe, dass man in Dubai seine Miete fuer das naechste ganze Jahr im Vorraus bezahlt. Scheinbar hab ich aber noch Glueck im Unglueck, da mein Mitbewohner einen Special Deal mit seinem Vermieter ausgehandelt hat: Er muss lediglich fuer sechs Monate vorab rappen. Dann gehts ja.

Und das ganze selbstredend ohne Vertag. Das stellt meine gute, alte, deutsche Penibilitaet ganz schoen auf die Probe- schon wie vor meiner Ankunft hier in Dubai, als ich schon meinen Job gekuendigt und meine Wohnung aufgeloest hatte, die Koffer schon gepackt waren und ich immer noch keinen Vertrag, sondern lediglich eine Email hatte, die mein elektronisches Flugticket enthielt. Da sie das wiederum bei irgendeinem hasigen Reisebuero gebucht hatten, wirkte das alles doch ein wenig unserioes. Ein Zitat aus dem Koran am Ende der Email anstatt eines konkreten Ansprechpartners mit Telefonnummer machte das nicht besser.

Auf einer Party von Kollegen hab ich mich mal mit Madeline unterhalten, der Kollegin, die vor meiner Ankunft meine Ansprechpartnerin war. Scheinbar ist dieser ganze Kein-Vertrag-Vor-Ankunft-Prozess schon Teil der Probezeit. Man laesterte ein wenig ueber die Leute, die taeglich anrufen, um alles doppelt bestaetigt zu bekommen- ich haette mich aber ganz wunderbar geschlagen. Dass ich aber eine Rundemail rumgeschickt hatte, um zu ermitteln, was andere von diesem meines Erachtens hoechst unserioesen Prozedere halten und dass Markus zu meiner Beruhigung diverse Flugticketbuchungssysteme knacken musste, um diesen mysterioesen Flug zu bestaetigen, habe ich in diesem Moment unerwaehnt gelassen

A propos Sich-Ueber-Bewerber-Lustig-Machen: Am Schwarzen Brett im Buero haengt zur allgemeinen Belustigung aller englischen Muttersprachler ein Ausdruck eines Anschreiben eines Franzosen, der sich vor ein paar Jahren mal beworben hatte. Zugegebenermassen ergab dieses Anschreiben fuer mich wenig bis keinen Sinn, aber wenn ich dann an meine ersten Bewerbungen in Australien zurueck denke, die ich mit einem Reisewoerterbuch in einem Internetcafe in Kings Cross zusammengestueckelt habe... kann gut sein, dass das jetzt auch in irgendeinem Buero in Sydney an der Wand haengt... Aber ich will mal nicht unfair sein- jeder Muttersprachler im Buero ist wirklich sehr geduldig, was bei der internationalen Zusammensetzung auch gar nicht anders gehen wuerde. Und ausserdem haengt direkt neben der Bewerbung ein Zeitungsausschnitt eines lokalen Baugeruestunternehmens mit der Headline "Make sure your next erection is in safe hands"...

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The move into my new place went really well- with just one suitcase, one backpack and one box not a big surprise though. One ride in a cab and it was done. The only shock was, that I didn't realise beforehand that in Dubai you have to pay your rent for one year in advance. But I'm lucky. My flat mate has special arrangments with his landlord- he only has to pay the rent for six months in advance. Okay...

And of course without getting a contract. Another hard test for my good old German fusiness- like the time before I moved to Dubai without having a contract but already had to quit my job and move back to Germany. The only confirmation I had was an email with an e-ticket of my flight- as they had booked it at a small local travel agency, it didn't seem to be particulary trust worthy. And the fact that there was a quote from the Koran at the end of the email rather than a name and a phone number didn't help making it any more trust worthy at all.

At a colleague's party I talked to Madeline, the colleague I had to deal with before I moved here. This procedure of not getting a contract before arrival is obviously already part of the trial period. They were gossiping a bit about applicants that call every day asking for all the details, but assured that I did a very good job in not doing so. I decided not to mention that I sent mass emails around asking for opinions about this highly uncertain procedure and that Markus (my friend working for a travel agency) did a lot of research to confirm the validity of this mysterious e-ticket.

Speaking of making fun of applicants: for the general amusment of native speakers they pinned the application letter of a French guy who applied a couple of years ago to the pin-board of the office. I have to admit that this letter made little sense to me, but when I think about my first application letter that I wrote back in Sydney with the help of a tiny dictionary, sitting in an internet cafe in Kings Cross... I don't want to know onto how many walls this letter has been pinned... Madeline also told me that one poor guy got rejected because of his last sentence in his application letter where he used "off" rather than "on"- something like "I think we will get off together really well". But to be fair, everyone in the office is really patient when it comes to non-native speakers. And right beside the application letter there is a copy of the advertisment of a local company providing scaffolds for construction sites with the headline "Make sure your next erection is in safe hands".

10.11.06

Photos Wohnung / Photos flat

Blick vom Büroraucherfenster zur Sheik Zayed Road, wo ich jetzt wohne. Anklicken- nachdem ich auf Matthias` und Lindas Blog gesehen habe, wie nett dort die Fotos aufsliden, hab ich mal tief in meiner Trickkiste gekramt und ein Programm gefunden, das mir Thorben vor Urzeiten mal anvertraut hat- atemberaubende High-Tec-Animation! ;)

View from my office to the Sheik Zayed Road. Click on it- after I've seen the nicely animated pictures on my cousins blog, I had to come up with some stunning animation myself ;)







Das Gebäude links ist das Shangri La-Hotel- ich wohne allerdings im Maraikha Tower (16. Stock)

The building on the left is the Shangri La Hotel- I'm staying in the Maraikha Tower though (16th floor)










Unser Wohnzimmer

Our lounge










Mein Zimmer

My room










Sonnenaufgang - Blick von meinem Balkon. Am Horizont der Arabische Golf

Sun rise - view from my balcony. At the horizon the Arabian Gulf










Die Moschee vor meinem Haus, die mich 6x täglich mit Gebetsgesängen beglückt. Der erste findet z. Zt. um 5:11 Uhr statt. Die Leute knien teilweise in der prallen Sonne auf dem nackten Beton.




The mosque in front if my building. The first praying takes place at 5:11am. Some guys kneel in the heat on the concrete.




Der gekühlte Swimminpool auf dem Dach

The chilled swimming pool on the roof top














Das Duset-Hotel auf der andere Strassenseite, in dem mein Mitbewohner einen Frisörsalon hat

The Duset hotel on the other side of the road in which my flat mate runs a hair dresser shop










Blick aus dem hauseigenen Fitnessstudio mit dem Burj Al'Arab-Hotel im Hintergrund


View from the gym in our building with the Burj Al'Arab hotel in the background







Heute morgen im Foyer des Shangri La-Hotels, wo ich mit Sang Ok, meiner koreanischen Kollegin, zu einem chinesischen Brunch war

This morning in the foyer of the Shangri La hotel, where I went to a Chinese brunch with my Korean colleague Sang Ok








Drei meiner Kollegen beim Brunch: Sang Ok (Korea), Noel (Philippinen), Ginmo (Korea- der auch mal im Büro in Sydney gearbeitet hat, in dem ich auch war)

Three of my colleagues: Sang Ok (Korea), Noel (Philippines), Ginmo (Korea- he used to work for the same company in Sydney where I was working)





Links: John (Hong Kong, Freund von Sang Ok)
Left: John (Hong Kong, a friend of Sang Ok)



31.10.06

Hunsrück


Klulturschock Hunsrück

"Ich stelle fest, dass je älter ich werde, umso komischer werde ich was Romantik betrifft. Ich könnte ganz für mich alleine plötzlich ausbrechen in einen romantischen Anfall, dass ich schon bei dem Wort 'Teetasse' ins Schluchzen ausbrechen könnte."

Diese Zeilen sind natürlich mal wieder bei Gerogette Dee geklaut (und ich hoffe, dass Jan oder Karen mir bei der Übersetzung ins Englische ein wenig unter die Arme greifen kann), aber trotzdem war ich sehr überrascht ob meiner ebenso heftigen wie unerwarteten Sehnsucht und Heimatsduselei, welche mich in den Tagen ergriff, die ich auf dem Hunsrück verbrachte.

Zur Veranschaulichung: Auf dem kurzem Weg von meinem Heimatdorf zu der Taufe. Man passiert Dörfer und Städtchen, die es schon seit Jahrhunderten gibt, manche mit Burgruinen aus dem Mittelalter im Zentrum oder gar noch Überresten aus der Römerzeit. Zwischen den Ortschaften dann hügelige Landschaft und uralte Buchenwälder, in denen schon die Römer mit den Germanen Fangen gespielt haben. Dann auch noch die Serpentinen zum viel besungenen Rhein runter und rein in ein klitzekleines Kapellchen am Flussufer aus dem 13. Jhd., in dem ich dann auf meinem Flügelhorn Liedgut aus dem 17. Jhd. zum Besten vorzutragen versuchte (und die gute alte Lorelei auf ihren Fels wahrscheinlich kurz im Haare kämmen inne hielt, um sich die Ohren zuzuhalten) und die kleine, anwesende Gemeinde unter Anwendung eines uralten Rituals den Taufwassersegen heraufbeschwor und althergebrachte Weisen zitierte, die mir schon von Kindesbeinen an eingetrichtert wurden (selbst beim Grossen Glaubensbekenntnis kam ich nur einmal ins Stocken ob der Reihenfolge der "Ich glaube"-Aufzählungen- natürlich genau der Moment, in dem mich der Pastor ansah und mein Holpern mit einem argwöhnischen Blick quittierte, als sei das jetzt die Bestätigung dafür, dass ich ihn nur wenige Minuten vorher dreist ins Gesicht gelogen habe als er mich fragte, ob ich denn das zu taufende Kind im christlichen Glauben zu erziehen gedenke...).

Jedenfalls: Vor soviel Historie wurde mir schon fast ein wenig schwindelig (was natürlich auch an meinem gesteigerten Rauchverhalten und daran, dass ich schon seit Monaten das Instrument nicht mehr angerührt habe, gelegen haben kann). Natürlich hat auch Dubai eine lange Geschichte, von der ich allerdings leider nicht ganz so viel mitbekomme. Falls du die Bilder noch nicht kennst, guck sie dir an. Sie zeigen die Strasse hier in Dubai, in die ich bald ziehen werde. Das zweite ist vom letzten Jahr und man mag es kaum glauben, aber das erste zeigt die gleiche Strasse, lediglich 15 Jahre früher. Und dann soll man mal bei den Wörtern "Römerkastell", "Buchenwälder" oder "Lorelei" nicht ins Schluchzen ausbrechen.

Okay, ich geb ja zu, dass ich auf Grund wirtschaftlicher, infrastruktureller und diverser anderer Gegebenheiten in näherer Zukunft nicht vorhabe, zurück auf den Hunsrück zu ziehen, aber auch London kam mir trotz Regen und Dunkelheit sehr viel echter und lebendiger vor als Dubai- und nicht nur, wenn ich schon nachmittags mit Jan in Soho in einer schwulen Kneipe sass, Bier trank und mich über groteske Haarfrisuren und eigenwillige Kleidungsstile vorbeischlendernder Jungtucken amüsiert habe (die ich natürlich auch tragen würde, wenn ich noch jung wäre, noch Haare auf dem Kopf hätte oder die entsprechende Figur hätte) oder Veranstaltungshinweise überflog, deren Anzahl pro Tag die der Anzahl pro Monat ini Dubai Uebersteigt oder Partyhinweise durchlas, die selbst mir die Schamesröte ins Gesicht trieben. Daran können auch weder ein Superjob noch ein noch so hohes Gebäude, die Möglichkeit, in der Wüste Ski zu fahren, billige Zigaretten oder ein gekühlter Swimmingpool auf dem Dach was ändern.

So, genug genörgelt. In zwei Tagen ziehe ich ja in die neue Wohnung und ausserdem fängt gerade die Outdoor-Saison an, was mich beides bestimmt ein wenig milder stimmen wird. Zudem habe ich gerade auf dem Weg vom Büro ins Internetcafé nicht mal geschwitzt und zugleich den besten (und günstigsten) Schawarma meines Lebens gegessen.

Fotos von meiner neuen Wohnung demnächst!

P.S.: Ausserdem habe ich rausgefunden, dass man die google.co.uk-website (die ohnehin meine Startseite ist) personalisieren kann, u.a. z.B. mit einer Weltzeituhr London-Dubai-Sydney-Hunsrück oder aber gar mit diversen Blogs :o) Sobald man den Explorer aufmacht, wird alles firsch auf den Tisch gebracht. Einfacher geht's nicht :o)


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Culture shock Germany

"I realise that the older I get, the weirder I get when it comes to romance. Sometimes a strong and sudden romantic feeling hits me and just the word 'cup of tea' would make me cry."

Of course, once again this is a quotation from Georgette Dee (and I hope that Jan or Karen can give me a hand with the translation!), but I was really surprised about my strong and fond feelings that I got when I spent some days in the Hunsrück (German country side where I grew up).

Let me try to explain: Let's just have a look at the short drive from my parents place to the place where the christening took place. I passed small villages and towns that are a couple of centuries old, some of them built around castles from the middle age, some of them even built around old buildings from the Romans. In between the villages I went over hills and through ancient beech forests in which the Romans already played hide-and-seek with the Germanics. Then I went down the hills, down the serpentines, down to the river Rhine and into a tiny chappel from the 13th century close to the river. I was playing the trumpet during the ceremony (poor old Lorelei probably stopped combing her hair for a minute in order to put in some ear plugs) and some of the tunes were from the 17th century! We were using an ancient ritual to bless the water for the christening and we were praying old prayers which I learnt when I was young (and I even just struggled once with the Grosses Glaubensbekenntnis because at the end I couldn't remember the order of all the 'I believe in...'-things. Of course this was the moment where the priest looked at me and he gave me a sharp look which suggested that this just proved that I lied to him earlier on when he asked me whether I intend to raise the baby-girl in a catholic way...)

At any rate: There was so much history around me that day, that it almost made me dizzy (although another reason for my dizziness could be the facts that I smoke a lot at the moment and that I haven't played the instrument for a couple of months). Of course, Dubai has a long history, too. I just haven't seen a lot of it. Just in case you haven't seen these pictures yet, have a look at them now. Both show the road here in Dubai where my new home will be. The second one was taken last year, and the first one shows the same road 15 years ago- it's incredible and I think it's enough to justify some whinging when I hear words like 'Romans', 'Lorelei' or 'Grosses Glaubenbekenntnis'.

I have to admit though that there are enough reasons not to move back to my home village, but although it was cold and rainy in London, it felt so much more real and alive than Dubai- and not just when I was sitting in Soho at the Rupert Street bar with Jan, having a pint in the afternoon and making fun of the grotesque hair cuts and ridiculous clothes you see in the gay scene (which of course I would wear straight away if only I would have either some hair left on my head or the appropriate body for these clothes), having a look at the time out magazine which has more events listed a day than Dubai has in a month or having a look at the qx magazine reading about events that make even me flush. No matter how god the job, how tall the towers, how chilled the swimming pool or how cheap the cigarettes are- London is just better.

Ok, enough complaints for today. I'm moving to my new place in two days time and the outdoor season is just about to start. I'm sure, both will make me feel better. Plus I didn't sweat at all on my way from the office to the internet cafe for the first time and I just had the best (and cheapest) shawarma of my life :o)

Some pictures of my new flat will follow soon!