25.02.07

Sheikh Zayed Road

Heute morgen bin ich mal wieder ganz enthusiastisch aus dem Bett gesprungen (obwohl ich sonst ja sonst immer ein Morgenmuffel bin und obwohl ich jetzt schon um acht Uhr anfangen muss und obwohl ich gestern erst spaet nachts aus Bahrain zurueck kam, stehe ich hier überraschenderweise gerne auf und gehe gerne zur Arbeit), um meinen Vorhang aufzureißen und um den Ausblick aus dem 16. Stock auf den Golf zu genießen. Zum ersten Mal wurde ich aber bitterlich enttäuscht: Es war nebelig und ich konnte überhaupt gar nichts sehen.

Außer ganz weit hinten eine kleine Turmspitze, die dort aus dem Nebel ragte. Es dauerte ein Weilchen, bis ich 1 und 1 zusammengezählt hatte... Ich hatte ja schon vorher mal Postkarten von meiner Straße gesehen, von der Sheikh Zayed Road im Nebel und wie nur die Spitzen der Hochhäuser aus dem Nebel ragten. Das sah so gut aus auf den Postkarten, dass ich es wie selbstverständlich für eine Fotomontage hingenommen habe.

Aber diese kleine Turmspitze hinten in der Ecke hat mich ein wenig stutzig werden lassen und mich doch tatsächlich dazu verleitet, in aller Herrgottsfrühe den Fahrstuhl zum 30. Stock auf die Dachterrasse zu nehmen- nicht aber ohne mir dabei im Lift leise vor mich hinmurmelnd selbst Vorwürfe zu machen, was das jetzt eigentlich soll, ich jetzt zu spät zur Arbeit komme und dass ich wenigstens hätte schon mal die Toasts in den Toaster hätte stecken sollen. Man wird schon ein wenig wunderlich- ob es nun daran liegt, dass ich gerade 30 geworden bin oder daran, dass ich mitten in der Wüste lebe, sei mal dahin gestellt.

Als ich aber oben ankam, verstummte mein Gebrummel abrupt. Einsam und alleine stand ich am Rande des Swimmingpools, bis auf den kalten Wind, der mir um die Nase blies und mich in meinem Nachthemdchen ein wenig zittern ließ, war alles ruhig, selbst der Verkehrslärm der Straße wurde vom Nebel verschluckt und zu meinen Füßen bot sich mir einer der wahrscheinlich besten Ausblicke, die Dubai zu bieten hat. Ich war sprachlos.




This morning, once again I enthusiastically jumped out of my bed (although I didn't used to be a morning's person at all and although I already have to start working at 8pm and although I arrived back from Bahrain rather late last night) and opened my curtains in order to enjoy the amazing view from the 16th floor to the Gulf. For the first time I was really disappointed though: It was really foggy and I couldn't see anything at all.

Well- apart from one tiny top of a small tower sticking out of the fog far away in the distance. It took me a while to figure out what that actually meant... I have seen postcards of my road before, the Sheikh Zayed Road covered in fog and you only could see the tops of the high risers rising above the fog. They looked that good that I naturally assumed they were photoshopped.

But this tiny tower top in the distance made me think twice and, as a matter of fact, I was tempted to take the lift up to the 30th floor to the roof top terrace- not without softly mumbling to myself all the way up, asking myself what this is all about, that I will be late for work now and that at least I should have put two slices of bread into the toaster before I came up here. Mumbling to myself- sometimes I think I got even a bit more weird since I arrived to Dubai- I still haven't figuered out if this is because I turned 30 recently or if this is just another thing living in the middle of the desert does to you.

As soon as I arrived on the top though, I stopped mumbling immediately. Being the only person up there at this time of the day, I was standing at the edge of the swimming pool. The only noise I could hear was the wind blowing into my face which made me freeze as I was just wearing my night dress. The fog even absorbed all of the traffic noise from the road downstairs and right in front of me there probably was one of the best views Dubai has to offer. I was stunned.

24.02.07

UFOs für Alkoholtouristen

Ohje, ich geb ja zu, dass ich immer noch ein wenig hinterherhinke. Immerhin bin ich zwischendurch schon mehrfach umgezogen, habe dabei Kontinente und Jobs gewechselt und haette ja schon einiges an Neuigkeiten zu erzaehlen. Aber alles schoen der Reihe nach.

Also, wir stellen uns jetzt mal vor, dass es Ende Februar ist, bestes Reisewetter im Nahen Osten, trocken, warm, aber nicht zu heiss, ich seit fast schon vier Wochen nicht mehr verreist bin und Ali und ich mal wieder Hummeln im Arsch hatten und was von der grossen, weiten Welt sehen wollten. Da aber weder meine Personalabteilung noch mein Geldbeutel meine Begeisterung so recht mit mir teilen wollten, haben wir uns kurzerhand fuer ein Wochenende in Bahrain entschieden. Ein weiteres, mir bis dahin voellig unbekanntes Land unweit der Arabischen Emirate.

Es handelt sich dabei um ein kleines Koenigreich auf einer kleinen Insel im Golf, welches zwar nicht ganz so liberal wie Dubai, im Vergleich zu den anderen arabischen Laendern aber eine Oase der Glueckseligkeit ist. Unzaehlige Male wurde mir das Nachtleben ans Herz gelegt, es gaebe sogar schwule Bars dort. Da wir jedoch nur fuer ein Wochenende da waren, haben wir uns ausschliesslich auf Sightseeing beschraenkt und auf exzessive Trinkgelage verzichtet. Zu der Zeit fanden gerade irgendwelche Tennisturniere in Dubai statt und ihr werdet es kaum glauben- als wir im Flugzeug durch die Erste Klasse geschleust wurden, konnten wir einen kurzen Blick auf Boris Becker werfen, der sich dort immenser Beinfreiheit erfreute.

Die Hauptstadt heisst Manama (was auf mich einen aehnlichen Effekt wie der Waterloo-Bahnhof in London hat: Wann immer ich den Namen hoere, habe ich das Lied im Kopf (in diesem Fall also das Sesamstrassenlied)). Da wir unseren Trip relativ kurzfristig geplant haben, erwies es sich als ueberraschend schwierig, eine Unterkunft zu finden- ich wusste nicht, dass Bahrain eine begehrte Urlaubsdestination ist. Das Hotel, in das ich uns letztendlich eingebucht habe, war eine Katastrophe. Runtergekommen, ueberteuert, unfreundlich und es hatte eine Disko im Erdgeschoss und eine im obersten Stock, auf dass es auch nur ja keine Etage in dem Hochhaus gebe, auf der man nicht bis nachts um drei durch laute Musik wachgehalten wird. Zum Glueck hatte ich Ohrstoepsel dabei- Ali dagegen hat kein Auge zugetan.

In Bahrain gibt es abertausende von ca. 4000 Jahre alte Huegelgraebern, die weite Teile der Landschaft komplett bedecken und 5000 Jahre alte Tempelanlagen (Barbartempel) - eine willkommene Ohrwurmabwechslung, da ich dann wenigstens das "Barbar, der Elefant"-Lied aus der gleichnamigen Kinderserie im Kopf hatte), die erst in den 50ern entdeckt wurden und die immer noch aussehen, als sei man mitten in den Ausgrabungen. Dieser Tempel war dem Suesswassergott gewidmet, da es dort eine Quelle gab- in der Wueste auf einer kleinen Insel eine Goldgrube. Diese Quellen und die strategisch gute Lage auf einer Insel im Golf zwischen West und Ost sind der Grund, dass Bahrain frueher stark umkaempft war und etliche Male besetzt war, u.a. mal wieder von den hier in der Gegend immer wieder gern genommenen Portugiesen, die dann auch gleich wieder ueberall ihre Forts hingeklotzt haben - aehnlich wie im Oman.

Wir haben uns ein Auto gemietet und haben die Insel durchquert. Da die ganze Insel insgesamt lediglich etwa 10/20km breit und 40/50km lang ist, es dazu fast ueberall flach ist und kaum ein Baum die Sicht ueber die Wuestenlandschaft versperrt, koennen wir behaupten, so ziemlich jede Ecke gesehen zu haben. Dennoch haben wir einen halben Tag damit verbracht, eine der Haupttouriattrakionen zu finden. Eigentlich wollten wir zu einem Tierpark, um uns ein wenig ueber eingesperrte Tiere lustig zu machen, zumal es dort auch Oryxe (Arabische Antilopen, in der Wildnis bereits ausgerottet) geben sollte, die ich unbedingt mal live sehen und nicht nur von der Rueckseite des 50-Dirhamscheines kennen wollte.

Geplant war, auf dem Weg dorthin kurz am 'Lebensbaum' anzuhalten- einem Riesenbaum, der ganz alleine in der Mitte der Wueste auf einem kleinen Huegel waechst, uralt ist und auf wundersame Weise ueberlebt hat obwohl es weit und breit kein Wasser gibt. Leider war dieser Baum nicht wirklich gut ausgeschildert und wir haben uns dann abseits der Hauptstrasse total verfahren und sind irgendwelche Sandwege hin und her, meistens durch die kahle Wueste, manchmal an kleinen Zelten und Baracken vorbei, ab und an mal an einem wettergegerbtem Menschlein vorbei, das, waehrend Ali auf es einredete, nur mit seinem Koepflein schuettelte. Ich frage mich immer noch, ob das ein 'Ich-weiss-leider-nicht-wo-der-Lebensbaum-steht'-Kopfschuetteln oder ein 'Schon-wieder-so-ein-trotteliger-Tourist-der-sich-diesen-verdammten- Baum-ansehen-will'-Kopfschuetteln war. Wie auch immer, weiterhelfen konnte uns niemand.

Nachdem wir dann so schon den halben Tag verplempert haben, konnten wir natuerlich unmoeglich, ohne den Baum (den wir mittlerweile liebevoll in 'Fucking tree of life' umgetauft hatten) gefunden zu haben, umkehren. Am spaeten Nachmittag, als wir die Insel schon mehrmals von einem zum anderen Ende durchkaemmt haben, sind wir doch tatsaechlich an diesem Baum angekommen. Er war nicht wirklich ab vom Schuss und wenn wir ihn direkt gefunden haetten, waere es auch wert gewesen, dort anzuhalten, aber nach all den Strapazen, ihn ausfindig zu machen, haette sich der Baum schon ein bisschen mehr Muehe geben koennen an diesem Tag. Es war halt aber doch nur ein Baum in der Wueste. Und der Tierpark hatte mittlerweile schon geschlossen.

Naja, am naechsten Tag haben wir uns aber noch eine Moschee, das ganz fantastische Nationalmuseum (erst recht im Vergleich mit dem Dubai-Museum ein grossartiges Museum) und die atemberaubend modernen Hochhaeuser angesehen, die dort gerade in Mitten der ansonsten eher trostlosen Architektur hochgezogen werden. Besonders erwaehnenswert sind die Dual Towers und das Bahrain World Trade Centre, welches ebenfalls aus zwei Tuermen besteht, zwischen denen drei Bruecken gespannt sind, die jeweils ein riesiges Windrad halten, die Strom fuer das Gebaeude erzeugen.

Obwohl ich ja schon mit Michael und Ali in Umm al-Quwain das Highlight der Stadtparks im Nahen Osten gesehen habe, habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch hier den oeffentlichen Park zu besuchen. Im Reisefuehrer klang das auch recht vielversprechend: Mit See, Tretbooten, Vogelhaeusern, Verkaufsstaenden und Freizeitpark. Aber seht selbst.

Bahrain liegt nah am Festland und es sind nur 25km bis nach Saudi-Arabien. Vor 20 Jahren haben sie dann kurzerhand beschlossen, eine Bruecke zu bauen, die die beiden Laender verbindet. Der King-Fahd-Causeway besteht aus einigen Bruecken und Daemmen und mittendrin haben sie eine Insel aufgeschuettet, auf der diverse UFO-aehnlich Bauten stehen, in denen Cafes, Restaurants und Aussichtsplattformen untergebracht sind. Da die Gesetze was Alkohol betrifft in Bahrain sehr viel lockerer sind als die in Saudi-Arabien (totales Alkoholverbot in Saudi-Arabien), bilden sich donnerstags Abends lange Schlangen von Autos, die von Saudi-Arabien nach Bahrain, dort ihren Spass haben und dann Samstags wieder nach Hause zu Mutti wollen. Das laeuft so gut, dass sie ueberlegen, noch eine solche Bruecke nach Katar zu bauen (Halbinsel im Golf, ca. 50km suedoesltich von Bahrain).




Der aufdringlich freundiche Tempelwächter erwies sich als gar nicht mehr so freundlich
als wir ihn nicht für seine unfreiwillig aufgezwungene Führung bezahlen wollten /

The way too friendly temple guard turned out too be not that friendly after all
after we refused to pay for his temple tour that he enforced upon us


Der Eingang zum Nationalmuseum
The entrance to the National Museum


Uralte Gräber mitten in der Satdt
Ancient tombs in the city centre



UFOs for alcohol tourists


I have to admit that I'm a bit late with my entries here- in the meantime I have already moved twice, have changed continents and jobs and would already have a lot of news to talk about. But first things first.

Picture this- end of February, perfect time to travel in the Middle East (dry, warm, but not too hot), I haven't travelled for almost four weeks and Ali and I could hardly wait go and see new places. Unforunately, neither my HR manager nor my wallet were very impressed with my eagerness to travel, so we decided to go to Bahrain for a short weekend break. Just another country close to the UAE which I have never heard of before.

Bahrain is a small kingdom on a small island in the Gulf. It is not as liberal as Dubai, but compared to other Arab countries, it is an oasis of beatitude. Everyone highly recommended to check out the night life in Bahrain- they even have gay bars there! But as we just stayed there for one weekend, we decided to focus on sightseeing rather than binge drinking. At the same time of our trip, some tennis cup took place in Dubai and you will hardly believe it, but when the flight attendants pushed us thorugh the First Class of the plane, we got a brief glimpse of Boris Becker who was enjoying a lot of legroom.

The capital of Bahrain is called Manama (which had the same effect on me as the Waterloo train station in London has: whenever I hear this name, I have to think of the song and can't get it out of my mind for the rest of the day (in this case the Sesame Street song)). We didn't plan our trip that far ahead so I was struggeling to find an accomodation- I had no idea that Bahrain is a popular travel destination. The hotel that I finally booked was a disaster. Run down, over-prized, unfriendly and- to make sure that there isn't a single room in the tower where you can't hear the music all night long- they had one night club on the ground floor and one on the top floor. Luckily I had my ear plugs with me, but Ali didn't sleep at all that night.

In Bahrain they have thousands of 4000 year old burial mounds which cover vast bits of the landscape and even older temples (Barbar Temple- which was a nice change to my Manama earworm as from then on I had the song of the children's TV series 'Barbar, der Elefant' in my mind). This temple is 5000 years old but they only discovered it in the fifties and it still looks like they are still busy with the excavations. This temple had been built on top of some fresh water springs and has been dedicated to the god of fresh water- fresh water springs in the desert on a small island are precious. These springs and the strategic location on an island in the Gulf in between the East and the West are the reason that people have been fighting over the island all the time in the earlier days. At some stage, the omnipresent Portugese have been occupying the island and, similar to Oman, of course they left a series of forts behind.

We hired a car and were roaming around the island. As the island is just about 10/20 km wide, 40/50 km long, everything is rather flat and as there are almost no trees to block your view over the desert, we can claim to have seen every single part of the island. Nevertheless it took us half a day to find one of the main tourist attractions. Actually we wanted to go to the Wildlife Park to make fun of the imprisoned animals, especially as they have the oryx there (Arabian antelope, already extinct in the wild). I would have loved to see one of them in real life and not just on the back of the 50 dirham note.

Our plan was to have a quick stop at the Tree Of Life on our way to the Wildlife Park. This tree is a massive tree in the middle of the desert, standing all on his own on a small hill and nobody knows how it can grow there as there isn't any water or other trees around. Unfortunately, there weren't a lot of signs to guide you to the tree and as soon as we left the highway, we got totally lost on dust roads crossing the desert. Sometimes we passed small tents or wooden huts, and sometimes even some old weather-beaten man. While Ali was asking them for the way to the Tree Of Life, they were just shaking their heads- I'm still wondering if this was a 'I-am-sorry-but-I-have-no-idea' shake of the head or a 'Just-another-nutty-tourist-looking-for-this-god-damn-tree' shake of the head. At any rate- nobody could give us any directions.

As we already wasted more than half a day, of course we couldn't just leave without actually having seen this Tree Of Life (which by this time we were referring to as the Fucking Tree Of Life). In the late afternoon, after having crossed the island from one end to the other a couple of times, we eventually found it. It wasn't that far away from the main road after all and if we would have found it straight away it definitely would have been worthwhile to have a stop-over. But after all this pain to find it, the tree could have tried a little bit harder to look interesting this day. It just was a tree in the desert after all. And the Wildlife Park was already closed by then.

Well, the next day we had a look at a mosque, the fantastic National Museum (especially compared to the Dubai Museum a really great museum) and some of the breath-taking modern high-risers which they are just about to complete in between the rather boring existing architecture. Especially worth mentioning are the Dual Towers and the Bahrain World Trade Centre which also comprises two towers which are linked by three bridges which hold huge wind turbines that are supposed to create the energy for the building.

Although I have already seen the highlight of public parks in the Middle East when I have been to Umm al-Quwain with Ali and Michael, I stil wanted to see the public park in Manama as well. It sounded rather promising in the travel guide: a lake with pedal boats, aviaries, stalls selling drinks and food, and an amusement park. But have a look at the pictures.

Bahrain is quite close to the mainland and it's just 25 km to Saudi Arabia. Twenty years ago, they decided to build a bridge connecting the two countries. The King Fahd Causeway consists of a couple of bridges and causeways and half way through they reclaimed a small island from the sea on which they built some buildings that look like a bit like ufos and which contain cafes, restaurants and viewing platforms. The laws regarding alcohol in Bahrain are a bit more relaxed than the laws in Saudi Arabia (where alcohol is strictly prohibited anywhere) which causes a lot of traffic jam on this causeway every Thursday evening when all the Saudis are coming to Bahrain to have some fun before returning to their wives on Saturday. It is such a success that they are thinking about having a similar causeway from Bahrain to Qatar (peninsular in the Gulf, approx. 50km south-east of Bahrain).

13.02.07

Tankstellensonnenuntergänge

Mein reizender Cousin Michael hatte genug vom deutschen Winter und hat mich fuer ein paar Tage mitten in der Wueste besucht. Gleich am ersten Abend habe ich ihn ungefragt in ein mittelmaessiges, wenn auch recht witziges Theaterstueck geschleppt ('The Opposite Sex'). Es folgt eine kurze Erlaeuterung zum Woertchen 'ungefragt': In London gibt es einen woechentlichen Veranstaltungskalender (Time Out London), der auf schaetzungsweise vierzig bis fuenfzig Seiten die schier endlosen Moeglichkeiten der Freizeitgestaltung aufzeigt. Es gibt verschiedene Kategorien, die jeweils ueber mehrere Seiten gehen, u.a. diverse langweilige Kategorien, die allwoechentlich z.B. die gleichen Bars und Clubs runterleiern und die DJs aufzaehlen, die am jeweiligen Abend dort auflegen- Informationen, die wohl nur fuer ein Bruchteil der Bevoelkerung von Nutzen sind. Es gibt auch ein 'Time Out Dubai'-Magazin. In diesem Magazin gibt es neben einem viel zu dickem Shoppingabschnitt und einem laecherlich umfangreichen Teil mit Restaurantreviews auch einen mit den taeglichen Veranstaltungen- dieser wird hier allerdings nicht in verschiedne Kategorien unterteilt, sondern alles wird nur nach Tagen geordnet. So weit, so gut. Allerdings passen SÄMTLICHE Termine der Woche auf eine einzige Seite und die meisten Termine preisen "Happy Hours for Ladies" in irgendwelchen Bars oder eben DJs in irgendwelchen Clubs an. Einige Wochentage fehlen manchmal komplett, da es nicht mal eine Happy Hour gibt. 'Ungefragt' also deswegen, da ich mir unmoeglich eines der kulturellen Ereignisse in Dubai entgehen lassen konnte.

Ali war unser staendiger Begleiter auf all unseren Wegen. Am zweiten Tag von Michaels Aufenthalt hatte Ali zudem Geburtstag und wir sind alle zusammen schon fruehmorgens raus und haben uns drei weitere der insgesamt sieben Emirate des Landes angesehen (Schardscha, Adschman und Umm al-Quaiwain). Danach gab es dann gar ein weiteres kulturelles Highlight in Dubai- ich habe Ali zum Cirque Du Soleil eingeladen und zu guter letzt hat Michael noch in einem netten libanesischen Restaurant mit modernem Ambiente und pampigen Personal von Ali und Luciano (ein libanesischer Freund Alis, der auch mit beim Cirque Du Soleil war) einen Crashkurs in Arabisch erhalten.

Die naechsten Tage bestanden aus obligatorischen Dubaitouristenattraktionen: Ein Besuch in der Mall Of The Emirates (das groesste Einkaufszentrum hier, das mit der Skihalle), ein Abstecher ins Heritage Village (Freilichtmuseum) und am Abend ein Spaziergang entlang des Creeks, der Wasserarm, der das urspruengliche Zentrum Dubais ist und eine Fahrt auf einem Restaurantboot mit (natuerlich) libanesischem Essen. Ausserdem eine weitere Wuestensafari- da mich die Erfahrung aber eines besseren belehrt hatte, diesmal jedoch ohne langes Sandduenenraufundrunter, sondern auf direktem (mehr oder weniger- da der Tourveranstalter Probleme mit dem Wagen hatte, haben wir den Sonnenuntergang leider von einer Tankstelle aus verfolgen duerfen) Wege in ein Wuestencamp mit Buffet, Tee, Wasserpfeife, Bauchtanz, Hennamalerei, Kamelreiten, Dishdasha-Anprobieren (Nationalkleidung) und was sonst noch zu einem handfesten Touriprogramm gehoert. An dieser Stelle moechte ich auch mein vernichtendes Urteil des Burj Al Arab Hotels revidieren. Zwar hat seit dem niemand das geschmacklose 80er-Jahre-Design veraendert, aber diesmal haben wir nicht fuer ein Heidengeld zwei Kekse und ein Kaesehaeppchen bekommen, sondern fuer ein paar Dirham mehr wurde uns ein grossartiges Buffet geboten. Geht doch.

Ausserdem haben wir uns auch ein paar Abende mit eher dubaiuntypischen Taetigkeiten um die Ohren geschlagen, mit Diego und Ali bei mir zu Hause gesessen und Magic (Fantasykartenspiel) gespielt. Herrlich. Diego und ich haben zudem gerade die ortsansaessige Magic-Spieler-Runde entdeckt und treffen uns nun regelmaessig mit denen in der Mall Of The Emirates zum Zocken. Bei meinem ersten Besuch dieser Gruppe lief ich zu meinem groseen Entsetzen dem 14-jaehrigen Sohn meiner Chefin ueber den Weg, der ebenfalls Mitglied in dieser Gruppe ist, was sie peinlicherweise natuerlich sofort lautstark am Sonntag im Buero verkuendet hat... Gerne.




Meisterwerk der Landschaftsarchitektur: Der Park in Umm al-Quwain
Masterpiece of landscape architecture: The park in Umm al-Quwain


Bei Luciano / At Luciano's place


Arabisches Scrabble-Spiel / Arabic version of Scrabble


Sunset at the petrol station


My cousin Michael had enough of the cold German winter and decided to come and visit me in the middle of the desert for a couple of days. On his first evening I took him to a medicore but rather funny theatre play ('The Opposite Sex') without even asking him if he wants to go there or not. Let me explain: In London they have a weekly magazine (Time Out London) which mentions all the events that take place all over the city. On approx. forty to fifty pages it lists the seemingly endless possibilities how to spend your spare time in London. There are a different categories, some of them rather boring and always the same e.g. one that lists all the clubs and their regular djs. In Dubai, we also have this magazine 'Time Out Dubai'. Beside a ridiculously long section about shopping and an even longer one with restaurant reviews, it also has the section with what's going on during the week. Unlike in the London version, they don't have different categories, which is fair enough. But the scary part is, that EVERYTHING fits onto one single page. What makes it even worse: Most of these 'events' are either "Ladies' nights" with free drinks for women in some bar or just adverts for an average night in some club. Sometimes a day of the week is missing completely as there is nothing happenin at all in Dubai- not even a Ladies' night. That's the reason I didn't bother asking my cousin if he wants to go to this theatre play or not- how could I possibly miss out one of the few cultural events in Dubai?

Ali was with us all the time. On the second day of Michael's stay it even was Ali's birthday which we spent with him. We got up quite early and had a look at another three of the seven Emirates of the UAE (Sharjah, Ajman and Umm al-Quwain). After this day trip there was even another cultural highlight that we attended- we took Ali to the Cirque Du Soleil and later in the night Michael got some quick Arabic lessons from Luciano (a Lebanese friend of Ali) in a nice Lebanese restaurant with a fancy interiour design and rude staff.

The next couple of days we spent having a look at standard Dubai tourists attractions: We went to the Mall Of The Emirates (the biggest one in Dubai- the one with the indoor skiing), had a walk along the creek at night, had a ride on a restaurant boat (Lebanese cuisine of course) and booked a desert safari. After my bad experience with desert safaris, I made sure that this one wouldnt include going up and down sand dunes in a car for hours and hours though. This time they took us to a desert camp straight away (more or less- they experienced some problems with the car so we had to watch the sun set from a petrol station while waiting for another car to pick us up). But the desert camp was quite fun anyway and offered everything a Dubai tourist could ask for: buffet, tea, shisha, belly dancing, henna painting, camel rides, and trying on dishdashas (national dress). Let me also please revise my harsh judgment of the Burj Al Arab hotel. Although nobody has changed the tacky 80s interior design of the building in the meatime, but at least we didn't pay way too much money for two cookies and half a sandwich as we found out that for a couple of dirhams more you can get an amazing buffet in this hotel.

We also spent some evenings doing things that most Dubai visitors wouldn't do: We met up at my place with Ali and Diego and played Magic cards (fantasy card game). It was great. In addition to that Diego and I just found out about the local Magic player meetings that take place twice a week. Ever since we meet up with this group in the Mall Of The Emirates every now and then in order to play this card game. When I first showed up at their meeting, I was horrified to see that the 14 year-old son of my boss is playing in this group as well- and you can guess what was the first thing my boss shouted to me across the office on the following Sunday morning... Thanks.

03.02.07

Wein oder nicht Wein

Wann immer ich mit Abdullah und seinen Freunden ausgehe, bis in die Puppen aufbleibe, viel zu viel rauche und auf Grund des Verzehres von ausschliesslich nichtalkoholischen Getraenken am naechsten Morgen trotzdem putzmunter aufwache, frage ich mich, warum ich das nicht auch in Deutschland oder London so mache. Dann denke ich kurz daran, wie unertraeglich es ist, stocknuechtern unter lauter Angetrunkenen zu sein, denke dann kurz ueber ein generelles Alkoholverbot in Europa nach, kichere dann kurz ueber meine tollkuehne Idee und ueberlege mir anschliessend, fuer was ich das gesparte Bier- und Taxigeld ausgebe.

Zum zweiten Mal seit meiner Ankunft hier in Dubai war ich in einer Disko. Ich habe naemlich Abdullah gebeten, mir mal zu zeigen, wo er hingehen wuerde, wenn er ohne mich ausginge. Ein sehr netter Abend. Zuerst brachte er mich in ein Cafe/Restaurant, das direkt bei mir um die Ecke liegt. Von aussen sieht es sehr unspektakulaer aus und auch die Lage nahe eines Riesenkreisels ist alles andere als einladend. Der Name ‚French Bakery’ laesst auch nicht gerade auf arabische Einfluesse schliessen und als wir unten im Cafe reinkamen und selbst als wir schon die Treppen hoch sind und durch den Nichtraucherbereich im Restaurant gingen, ohne einem einzigen Gast zu begegnen, fing ich mich schon an zu wundern, was das alles soll.

Als wir dann aber die Tuer zum Raucherbereich aufmachten, stiess uns erst mal eine Riesenrauchwolke und ohrenbetaeubender Laerm entgegen. Es war rappelvoll- hauptsaechlich Maenner, alle mit einer Wasserpfeife am Hals und lauthals das Sporttreiben auf einem der unzaehligen Bildschirmen kommentierend. Wir haben gerade noch so einen freien Platz in einer Ecke abbekommen und da der ganze Raum voll mit Pfeifenrauch war, haben wir erst mal eine Wasserpfeife bestellt und letztgenannte schmauchend dem Treiben in diesem neonroehrenbeleuchtetem Saal zugesehen. Ab und an setzte sich eine kleine Band auf ein paar Barhocker, die in einer Ecke standen, kramten ihre Lauten hervor und sangen Lieder, die fuer mich zwar alle gleich klangen, deren Texte offensichtlich alle anderen Anwesenden aber in- und auswendig kannten, selbige laut mitsangen und das ganze noch mit Klatschen untermalten. Bei aehnlichen Angelegenheiten in Deutschland wuerden die Gaeste zwar vielleicht auch mitklatschen, auf Grund des unausweichlich enormen Alkoholgenusses wuerde man sich aber sicherlich auf einfaches Mitklatschen im Takt der Musik beschraenken. Hier dagegen hat man eine ganze Reihe raffinierter Klatschrhythmen auf Lager, die man entweder alleine oder mit anderen durchfuehrt und die man selbst noch zu fortgeschrittener Stunde auf die Reihe kriegt.

Anschliessend sind wir dann in einen voellig ueberteuerten Club, von dem ich vorher noch nie gehoert hatte und der ebenfalls zum Bersten voll war. Leute sassen an kleinen Tischen, die man im Vorraus buchen muss, direkt an der Tanzflaeche und assen schrecklich teuer aussehendes Essen waehrend ein Geigenspieler den bunten Mix aus Eurodance und arabischer Diskomusik untermalte (so seltsam sich das Konzept anhoert- es klang echt gut). Ab und an orderte ein Tisch fuer einen anderen eine Kiste (!) Champagner, was dann laut angekuendigt wurde und die dann demonstrativ quer ueber die Tanzflaeche zum betreffenden Tisch balanciert wurde. Nachdem wir von manieremlosen Personal von einer Ecke in die andere rumkommandiert wurden (ich frage mich heute noch warum), fanden wir endlich ein kleines Eckchen, von dem aus man einen guten Ueberblick ueber den Club hatte und nicht andauernd angerempelt wurde. Ich stand Ewigleiten an, um ein alkoholhaltiges Pilsgetraenk zu erwerben- offenbar sparte man am Personal. Als ich mir dann allerdings eine Zigarette anzuenden wollte und ich dazu kurz mein Bier auf einem Beistelltisch abstellte, war sofort ein Kellner zugegen, der mich nach der Buchungsnummer dieses Beistelltischchens fragte- den muesse man buchen, um ihn zu benutzen. Obwohl ich spaetestens da die Nase voll hatte, war es trotz allem ein hoechstinteressanter Abend.

02.02.07

Offizielles Mondsichelsichtungskomitee

Neben dem in Europa üblichen gregorianischen Kalender gibt es ja auch den islamischen Kalender. Davon bekommt man hier in Dubai allerdings nicht allzu viel mit, da alle Daten (vor allem in der Geschäftswelt) im gregorianischen Format angegeben werden und überhaupt die meisten Leute aus Ländern kommen, in denen man nicht den islamischen Kalender benutzt und somit, genau wie ich, wenig bis gar nichts mit den Daten anfangen können.

Im Gegensatz zu unserem Kalender basiert dieser auf dem Mond (eine Mondphase = ein Monat, 12 Mondphasen = 1 Jahr, sehr uebersichtlich) und nicht auf der Sonne (eine Umdrehung um die Sonne = ein Jahr, willkuerliche Aufteilung in zwoelf Monate- dadurch der ganze Wahnsinn mit Schaltjahren und Schaltjahren, die doch keine sind). Deswegen sind deren Monate und Jahre kuerzer als unsere und im Vergleich finden muslimische Feiertage jedes (Sonnen-)Jahr erneut ca. 10 Tage frueher statt.

Fuer alle, die es ganz genau wissen wollen: Um unsere Jahreszahl in die islamische Jahreszahl umzurechnen, muss man 622 von unserem Jahr abziehen, das ganze dann mal 33 nehmen und anschliessend durch 32 teilen.

Es gibt aber zwei Punkte, wodurch mein Leben hier in Dubai doch durch islamische Zeitrechnung beeinflusst wird.

Ein neuer Monat faengt im Mondkalender immer mit der Sichtung der ersten Mondsichel nach Neumond an. Und das ist der Punkt, wo der Wahnsinn des islamischen Kalendersystems anfaengt. Obwohl man natuerlich berechnen kann, wann der naechste Neumond vorbei sein wird, gibt es offizielle Mondsichelsichtungskomitees und sollte zum besagten Zeitpunkt der Mond von Wolken verdeckt sein, faengt halt eben noch kein neuer Monat an. Dadurch finden islamische Feiertage in verschiedenen Laendern an verschiedenen Tagen statt und man kann die islamischen Feiertage auch nicht im Voraus auf bestimmte Termine festlegen, was dann z.B. zu absurden Emails fuehrt, wie wir sie neulich im Buero erhalten haben. In dieser Email hat unsere Personalchefin uns gebeten, doch bitte am kommenden Morgen der Tagespresse zu entnehmen, ob die Mondsichel gesichtet wurde, da dann ein neuer Monat anfinge, es sich dann an diesem Tag um einen Feiertag handele und wir frei haetten. Andernfalls sei es ein normaler Arbeitstag.

Ausserdem droehnt fuenfmal taeglich der Aufruf zum Gebet von den Minaretten herab. Da diese Zeiten wiederum von der Sonne abhaengen, schwanken diese Zeiten um fast zwei Stunden im Verlauf des Jahres. Im Winter findet z.B. in Dubai das erste um 5:41 statt, im Sommer dagegen schon um 3:53. Am Anfang bin ich noch jedes Mal aufgewacht, aber inzwischen hab ich mich daran gewoehnt.

Es gibt z.B. Feiertage fuer die Geburt und die Himmelfahrt des Propheten und (neben unserem Silvester) auch einen fuer das islamische Neujahrsfest. Da wir an den meisten Feiertagen aber normal arbeiten, koennen wir diese Zeit spaeter abfeiern, was ich auch unlaengst getan habe und was das eigentliche Thema dieses Beitrages werden sollte, bevor ich mal wieder etwas abgeschweift bin...

Mein Cousin Michael hat mich naemlich besucht und ich habe, um ein wenig mehr Zeit mit ihm zu verbringen, den islamischen Neujahrstag auf den Kopf gehauen. Davon aber demnaechst mehr.

01.02.07

Little Mumbai

Vor ein paar Tagen hatten wir unsere Firmenweihnachtsparty (ja, im Januar- da ich aber in einem islamischen Land lebe und es fast 30 Grad waren, hat das auch nichts mehr ausgemacht) mit mittelmaessigem Essen, viel Alkohol, der unvermeidbaren Quizrunde und ein paar albernen Spielchen. Absolute Highlights allerdings waren (neben meiner australischen Chefin, die die ganze Nacht durchgetanzt hat und bei AC/DC zur Höchstform auflief) die Kollegen aus der CAD-Abteilung, die allesamt Inder sind und im Büro immer sehr ruhig und diszipliniert daherkommen. Zwar haben die meisten Frauen auch im Büro indische Gewaender an, aber was an diesem Abend zur Schau getragen wurde, war einmalig. Ausserdem war der DJ wohl schon gewohnt, internationale Gruppen zu unterhalten und hat ab und an indische Popmusik aufgelegt. Es war die wahre Pracht, diesen Mix aus Discotanz und indischen Tanzelementen zu beobachten- viel Gewinke, Handdrehen, Geschnipse und Gehuepfe- Bollywood laesst gruessen. Amritha und Teena, den beiden Maedels, denen ich mal beim Oktoberfest hier in Dubai Weisswuerste und Obstler aufgeschwatzt hatte, haben sich redlich, wenn auch mit geringem Erfolg, bemueht, mich in die indischen Tanzkuenste einzuweisen- aber nett war’s trotzdem.

Ausserdem hab ich mir die englische Version von "Pictionary" zugelegt, welche wir mit einigen Kollegen auf Rowenas Dachterrasse eingeweiht haben. Ist schon eine ganz andere Herausforderung wenn man auf Englisch erraten soll, was dein Gegenueber gerade zu malen versucht... An diesem jenen Nachmittag habe ich einige neue Woerter gelernt, z.B. "vocal chord" (=Stimmbaender- was in der deutschen Variante ja schon schwierig genug ist) und ausserdem meinen ersten, freilebenden Falken (Wappentier der Emirate) gesichtet, der seine Runden ueber den Daechern Dubais gedreht hat.

Hier auch noch ein paar Bilder von dem Restaurant, in dem ich am liebsten meine Mittagspause verbringe. Es handelt sich dabei um ein winziges, indisches, vegetarisches Restaurant in einer Seitenstrasse, das immer rappelvoll ist und wir die einzigen Nichtinder sind. Nicht nur die Baenke und Tische sind aus Metall, sondern auch saemtliche Teller, Schuesseln, Becher und Kannen (nur die Salzstreuer, die sind aus Plastik). Die Wahl faellt immer leicht. Es gibt keine Speisekarte, sondern man bekommt das Tagesmenue. Feste Bestandteile sind immer Reis und Brot (Roti und Papads), eine erbaermliche, vertrocknete Salatbeilage, nach Chlor schmeckendes Wasser aus den besagten Metallbechern, Sauermilch und diverse Dips, bei denen man schon anfaengt zu schwitzen, wenn man nur dran riecht. Dazu bekommt aber man noch vier kleine Toepfchen mit verschiedenem, taeglich wechselndem Currygemuese und einer Suppe. Wir sind immer die einzigen, die den Loeffel fuer die Suppe zweckentfremden und damit unerhoerterweise das Gemuese loeffeln anstatt mit der Hand und dem Brot das Gemuese aus den Toepfchen zu fischen. So bald man eines dieser Topefchen halbwegs leer hat, kommt die Bedienung angerannt und klatscht mit einer riesigen Suppenkelle alles wieder voll. All-you-can-eat fuer 7 Dirham (=1.50 Euro)- da kann man nicht meckern.


In der Mitte meine Chefin / My boss in the centre


Teena & Amritha

Little Mumbai

We had our office christmas party a couple of days ago (yes, in January- but as it is an Islamic country and it was almost 30 degrees, it didn’t matter at all). The food was average, there was lots of alcohol around, and we had to go through the inevitable quiz game and some other silly games. The highlight of the evening (apart from my Australian boss who was dancing all night long- she especially did a good performance on dancing to AC/DC) were my colleagues from the CAD department. All of them are from India and during office hours they are all very quiet and disciplined. Although the women are wearing Indian dresses during work as well, it was great to see what they waer on special occasions- it was amazing. Obviously the dj was already used to entertain mixed crowds and every now and then he played Indian pop music. It was good fun to watch this mixture of disco dance and Indian dancing- a lot of hand-waving and hand-rotating, fingers-snapping and jumping around- better than any Bollywood movie. Amritha and Teena, the two Indian colleagues that I talked into having German suasages and German schnapps a while ago, tried very hard (but with limited success) to teach me some Indain style dancing. I loved it anyway.

I recently bought ‘Pictionary’, a board game where you have to guess what other palyers try to draw. We met on Rowena’s roof top to give it a go. Playing the English version makes it even more challenging. I learnt some new words though (e.g. ‘vocal chord’- already difficult in the German version) and I spotted the first free living falcon (coat of arms for the Emirates) flying in circles above the roofs of Dubai.

Here also some pictures of my favourite restaurant to spend my lunch break. It’s a tiny, vegetarian Indian restaurant in a side street. It’s always packed and we always are the only non-Indians. Not only are the seats and tables made from metal, even all plates, pots, cups and jugs are metallic (but not the salt and pepper shakers- they are plastics). It’s always an easy choice what to eat as they don’t have a menu and you get what they give to you. Fixed parts of this meal are rice, bread (roti and papads), some pitiful, dried up side salad, water that tastes like chlorine, curdled milk, and some dips that make you start sweating just by smelling at them. But the reason why it is my favourite restaurant is that you get four small pots- one with soup, the others with some curry vegetables that change every day. We are always the only people outrageously using the spoon rather than our hands and the bread in order to eat the rice and the vegetables. As soon as one of these pots is half-way empty, one of the waiters is very quick to refill evrything by slopping new food into your pot with a huge ladle. All-you-can-eat for 7 dirham (=1 pound)- I'm loving it.