18.09.06

Adrian & Thomas

Adrian & Thomas

Eines schoenen Abends gegen 23 Uhr klingelt mein Handy. Es waren Thomas und Adrian, zwei alte Freunde aus meinen Hamburger Zeiten, die ich schon seit laengerem nicht mehr gesehen habe. Um so mehr freute es mich, dass sie mich anriefen, um nachzufragen, wie es mir denn so in Dubai erginge. Seit ein paar Jahren wohnen sie jetzt schon in der Naehe von Hannover, weswegen mich auch die im Display angezeigte Nummer nicht weiter wunderte (irgendwas mit 04..., wird wohl Hannover sein). Dass aber gar keine Laenderkennzahl angezeigt wurde, ist mir in dem Moment gar nicht aufgefallen. Ob ich nicht mal mit ihnen einen Kaffee trinken gehen wolle. Hatten sie nicht ganz begriffen, dass ich schon mittlerweile in Dubai wohne und nicht noch in Deutschland verweile? So oft, wie ich umziehe, kann ich ja nicht erwarten, dass jeder den Ueberblick behaelt. Also musste ich leider verneinen. Erst danach teilten sie mir mit, dass sie zur Zeit in Dubai seien! Eine schon seit laengerem geplante Reise. Sie waren in den letzten zwei Jahren schon zweimal hier, jetzt zu Thomas' Geburtstag ein drittes Mal.

Wir haben uns seit dem schon einige Male getroffen und ich bin sehr froh, ein paar Freunde um mich herum zu haben, die mir hier in der fremden Ferne die Eingewoehnungsphase ein wenig erleichtern und die mir zudem mit ihren Dubaifachwissen gleichzeitig als Fremdenfuehrer zur Seite stehen koennen.

Freitag verbrachten wir den ganzen Tag in ihrem 5-Sterne-Luxushotel (The One & Only Royale Mirage Hotel)- am gekuehlten Pool rumliegen, an den hoteleigenen Strand gehen und den Ausblick auf die im Bau befindliche Insel in Palmenform und das Burj al'Arab geniessen, in diversen Restaurants essen gehen und auf einer Terrasse bei arabischer Livemusik meine erste Wasserpfeife rauchen. Schon schoen. Das Hotel ist eines der aelteren Hotels in Dubai (sprich: aelter als fuenf Jahre) und ist eine wirklich nette, huebsche und bis auf wenige Ausnahmen (z.B. vergoldete, lebensgrosse Kamele vor dem Eingang) geschmackvolle Anlage im arabischen Stil. Ich als Neuling im 5-Sterne-Hotelmilieu kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: In den Sand der Aschenbechern wurde ein Muster geharkt, am Pool wurden einem kalte Waschlappen zum Nackenkuehlen gereicht, im Foyer klimperte jemand auf einem Fluegel vor sich hin, um von einem Bereich der Anlage in einen anderen zu gelangen, werden Shuttles angeboten. Das Hotel ist eine Welt fuer sich- mindestens zwanzig verschiedene Restaurants, Bars und Veranstaltungsorte.

Samstag sind wir zusammen in den Wild Wadi Water Park gegangen, einem Wasserfreizeitpark mit gigantischer Auswahl an Rutschen und Wasserspass. Vorbei die Zeiten, an denen man auf glitschigen Leitern anstehen muss und einem waehrend dem Warten das Wasser des Vordermannes aus dessen Badehose in dein Gesicht trieft, um dann endlich eine fuenf Sekunden lange Rutschfahrt zu erleben (Okay, ich geb ja zu, dass sich meine Wasserfreizeitparkerfahrung auf das Hambachtal im Hunsrueck beschraenkt). Hier bekommt man (ohne Stufen zu steigen) einen Riesenschwimmreif in die Hand gedrueckt und wird dann auf dem Selbigen sitzend auf einer Rutsche durch wuchtigen Wasserdruck bergauf geschossen und dann kommt man ueber elf verschieden Rutschen ohne jemals abzusteigen wieder unten an.

Wenn man immer schon mal wissen wollte, wie es sich anfuelht, wenn man ertrinkt, sollte man auf keinen Fall den Jumeirah Sceirah verpassen (auch wenn man da selbst Treppen steigen muss). Es dauert nur einige wenige Sekunden, in denen man zwar rein objektiv betrachtet lediglich eine zugegebenermassen hohe Rutsche runterrutscht, aber subjektiv gesehen kann ich diese Sekunden nur irgendwo zwischen viel zu viel Wasser, 80 kmh schnellem Rutschen, freiem Fall, viel zu schnell an mir vorbeiziehenden Bildern und Ertrinken ansiedeln. Wenn man nicht so lange anstehen wuerde, haette ichs gleich nochmal gemacht. Es gab Wasserbahnen, die den Halfpipes beim Skateboard aehneln, in die auch wiederum mit enormen Wasserdruck Wasser gedonnert wird und in denen man dann mit einem Board schwimmt und versucht, nicht aus der Bahn zu fliegen, es gab einen nachgebauten Strand mit meterhohen Wellen und als Sahnehaeubchen gab es regelmaessig kuenstliche Gewitter mit Regenfaellen und Ueberflutungen. Herrlich! :) Obwohl ich ja im Hunsrueck aufgewachsen bin und der Idarkopf samt Skipiste gleich um die Ecke ist, habe ich noch nie auf Skiern gestanden. Sobald ich meinen ersten Snowboardkurs in der hiesigen Skihalle absolviert habe, werde ich natuerlich auch darueber berichten. Was man halt alles so macht, mitten in der Wueste...

P.S.: Vielen Dank an Andreas- die Postkarte kam an- habe mich sehr ueber meine erste Post gefreut!


------------------------------------------------------------------------

Adrian & Thomas

My mobile phone was ringing the other evenig at about 11pm. Two old friends of mine which I met during my Hamburg time wanted to know how things are going in Dubai. I haven't seen them for a couple of years and they have moved to Hannover, so I wasn't surprised about their phone number in the display as I thought this must be the code of Hannover- not realising that the country code was missing. I was a little surprised when they asked if I want to catch up for a cup of tea, but I thought they just got confused as I moved countries rather often in the last couple of years and they probably thought I'm still staying in Germany- so I had to say no. But then they eventually told me that they were staying in Dubai at the moment! They have planned this trip a while ago and it is their third trip to Dubai in the last two years.


We alraedy met up a couple of times and it's great to have some friends around who help me settling in in this foreign country and who also can act as my personal travel guide.

We spent the entire Friday in their 5 star luxury hotel (The One & Only Mirage Royale Palace) sitting in the chilled pool, walking down the beach, enjoying the view to the Burj al'Arab and the construction site of Palm Island, having lunch and dinner in fancy restaurants and sitting on a roof top terrace listening to live Arabian music and smoking my first shisha. The hotel is rather old (older than five years that is) and it is a really nice, beautiful and (with exception of life-sized golden camels in front of the main entrance) classy place in an Arabic style (Is there a difference between Arabic and Arabian?). I'm rather new to the 5 star hotel scene and so there was a lot of stuff happening that surprised me: There were patterns raked into the sand of the ash trays, when you were sitting at the pool, they serve small chilled towles to cool down your neck, in the lobby there was someone playing the piano and in order to get from one part of the hotel to the other, they offered a shuttle service. Quite a difference to an Ibis hotel...

On Saturday we have been to the Wild Wadi Water Park, a theme park with a massive amount of slides and other water fun features. Forget about queuing up on slippery stairs and forget about water drippling into your mouth from the guy's speedos who is standing in front of you on the ladder, only to find yourself on a 5 sec ride shortly afterwards. Welcome to inflatable rubber rings on which you sit down and which take you upwards with the help of water running up the slope (!) and welcome to eleven long slides without descending at all. (Okay, I have to admit that I only have been to one other water theme park before and that was the one where I grew on the German country side.)

If you were ever wondering what it feels like to drown you shouldn't miss the Jumeirah Sceirah(although you actually have to climb up some stairs by yourself). The ride just lasts for a couple of seconds and if you watch people doing it, you might think it's just another slide which is just a bit higher than the others. But when you are actually going down this slide, the only thing you can remember afterwards is a lot of water around you, very fast sliding (up to 80 kph), sometimes almost the feeling of being weightless, a lot of way too fast moving pictures around you and the impression you won't see the sunlight again ever. If you wouldn't have to queue for that long I would have done it again straight away.There were things similar to the skate board half pipes with a lot of water being pumped through and you can try to sit on a board trying not to get kicked out of the pipe. There was a swimming pool that looked like a beach with high waves and if all of this wasn't enough there were artificial thunder storms going on every now and then including heavy rain and flooding. It was great fun! :) Although I grew up close to a small skiing area I never learnt how to ski. As soon as I pass my first snow board course in the Mall Of The Emirates I will tell you all about it. Things you do in the middle of the desert...

Ich, Adrian und Thomas im Wild Wadi Water Park vor dem Burj al'Arab
Me, Adrian and Thomas in the Wild Wadi Water Park in front of the Burj al'Arab


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ja dann,

plaudere ich doch einfach weiter aus dem Nähkästchen... Ich hatte Dir ja eigentlich auch ne Karte schicken wollen, um die Postverbindung Italien-Dubai einzuweihen, und hatte auch schon sone nette besorgt, mit Papa Ratzinger fröhlich winkend, aber das hab ich dann doch lieber bleiben lassen, nach dem, was in der islamischen Welt zur Zeit so abgeht.
Ich hoff mal, dass es in Dubai nicht so wild sein wird, da scheints ja eher weltlich zuzugehen. Gucci und Wildwasserparks haben halt doch was für sich.

Gott zum Grusse,
Maria Serafina