Am Tag des atemraubendenden und atemberaubenden Bergsteigens hatte ich schon im Vorfeld auf dringende Empfehlung von Adrian und Thomas zufaelligerweise einen Termin im ortsansaessigen Hammam gemacht, einem marokkanischen Bad. Dabei handelt es sich um eine mehrstuendige Behandlung bestehend aus mehreren Waschungen, Salbungen, Reinigungen, Dampfsaunagaengen, Massagen, Baedern, Hautabschabungen und Balsamierungen. Meistens liegt man auf einer riesigen, beheizten Granitplatte, um einen herum diverse Kupferkesselchen und -toepfchen mit Schaum, Lotionen und Seifen. Man wird von ueberfreundlichen, jungen, gutaussehenden Arabern umsorgt, die lediglich mit einem Lendenschhurz bekleidet sind und deren Englischkenntnisse selbst Ex-Bundespraesidenten Luebke als englischen Muttersprachler erscheinen lassen, was sie aber nicht im Geringsten weniger redselig macht. Um sich von von diesen anstrengenden Taetigkeiten auszuruhen, gibt es gerechterweise genuegend Entspannungsphasen zwischendurch, in denen man auf einer Liege liegend Erfrischungsgetraenke, Tee, Datteln und rosenwassergetraenkte Waschlappen zur Gesichtserfrischung gereicht bekommt und man mehrmals angeboten bekommt, mit diversen Duftwaesserchen einparfuemiert zu werden waehrend im Hintergrund sanfte arabische Musik plaenkelt. Genau das Richtige nach einem anstrengenden Tag in der Wueste.
Dubai ist ein Dorf
Danach fuehlte ich mich sogar trotz des Im-Fruehtau-Zu-Berge-Erlebnisses so fit, dass ich mich noch aufraffen konnte und Marty anrief, der mir, als ich noch in London wohnte, ueber die Blauen Seiten seine Nummer hat zukommen lassen, um zu fragen, was er denn noch vor hat. Marty ist Englaender, Lehrer, hat mal zwei Jahre in Berlin gewohnt und lud mich ein, mit auf eine Party zu kommen. Die Party war sehr nett- im Garten, der aehnlich wie in meiner jetztigen Unterkunft zu einem Block von mehreren Villen gehoert, stapelten sich etwa 200 Leute um den oder gar im Pool. Allerdings zeigte mir diese Party, wie klein Dubai eigentlich ist. Ich habe Marty an diesem Abend zum ersten Mal getroffen und dachte, dass ich sonst niemanden dort kennen werde. Weit gefehlt. Ich habe sofort mehrere Kollegen dort gesichtet, zu meinem grossen Entsetzen unter anderem denjenigen, auf dessen Couch ich zwei Wochen zuvor betrunken eingeschlafen war. Diesmal war er aber definitv betrunkener als ich, was mich sogleich beruhigte. Ausserdem habe ich einen Freund von Diego dort getroffen, den ich vorher schon zweimal getroffen habe als ich mit Diego unterwegs war. Ich habe mich mit ein paar neuen Leuten unterhalten und auch dort gab es meistens Querverbindungen: Eine ist eine Freundin einer Kollegin, andere wiederum kannten Diego, die Gastgeberin kennt das Buero, in dem ich arbeite ziemlich gut und eine andere wohnte frueher mit dem Lebenspartner einer meiner Kollegen zusammen. Ich dachte, das kann doch alles nicht wahr sein, schlimmer als auf dem Hunsrueck, aber eigentlich ist es nicht weiter verwunderlich wenn man bedenkt, dass in Dubai nicht mal eine Million Menschen leben, von denen 20% Einheimische sind, die in einer eigenen Welt leben und vom Rest wiederum 70% Inder sind, die auch in ihrer eigenen Welt leben. Marty hat sich irgendwann mit einem Brasilianer abgeseilt und ich habe nie wieder was von ihm gehoert. Fuer mich ist zwar kein Brasilianer abgefallen, dafuer habe ich mich aber blendend mit einer ganz reizenden Irlaenderin mit einem sehr trockenen Humor verstanden, die mich vom Aussehen her sehr an Britta aus Hamburg erinnert- ich war beeindruckt, wie sie es selbst noch im betrunkenen Zustand schaffte, fast jeden Satz mit einem "Schaetzchen" oder "Liebes" zu beenden- herrlich!
Wohnungssuche
Letzte Woche wurde mir mitgeteilt, dass ich die Probezeit fruehzeitig und erfolgreich ueberstanden habe und sie nun meine Aufenthaltsgenehmigung beantragen werden. Da viele neue Kollegen anfangen, stuende es mir frei, schon jetzt eine Bleibe zu finden, um Platz fuer Neuankoemmlinge zu schaffen. Usere Personalabteilung fragte mich in den letzten Tagen freundlich aber taeglich, ob ich denn schon was gefunden habe. Ich wuerde ja zu und zu gerne in einem dieser Hochhaeuser auf der Sheik Zayed Road wohnen, die in allen Reisefuehrern abgebildet sind. Ich hatte ja bereits erwaehnt, dass Chris, der suedafrikanische Frisoer einen Mitbewohner sucht. Ich habe mir nun auch seine Wohnung angesehen und wir haben beschlossen, dass ich zum 1. Nov. dort einziehen werde! Super Lage, 16. Etage mit Blick aufs Meer und die Baustelle, wo sie Inseln in Form der Weltkarte aufschuetten (obwohl es schon noch ein Stueckchen ist bis zum Meer, aber sehen kann man es trotzdem), relativ guenstig (uebersteigt nur geringfuegig meinen Mietzuschuss), Preis beeinhaltet alle Nebenkosten inkl. Putzfrau und gekuehltem Swimmingpool auf dem Dach, in der Wohnung ist alles schon da, was man braucht und mein Zimmer hat schon Bett, Schrank, Schreibtisch und Fernseher. Ich habe mein eigenes Bad und von meinem Zimmer hab ich Zugang zu einem der Balkone. Und das alles, ohne grossartig zu suchen- da lacht das Herz des erfahrenen Wohnungssuchenden! Zwar wohne ich dann luftlinienmaessig sehr nah an Diego, allerdings wohnt er auf der anderen Seite der zwoelf Spuren, wodurch ich zu Fuss um die 30 min braeuchte, um zu ihm zu gelangen. :o)
Fotos folgen in Kuerze sobald ich von meinem Londonurlaub zurueck bin.
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Hamman
Adrian and Thomas highly recommended a visit to the hamman, a Moroccan spa. Luckily I had booked an appointment at the same day when we did the rock climbing- just the perfect thing to do after a very dusty and exhausting day in the desert. The Royal Treatment included several washings, rubbings, cleansings, spas, massages, baths, peelings and embalmings. Most of the time you lay down on a huge, warm granite slab and there a heaps of copper pots and kettles around you with foam, soap or pastes in it. Some over-friendly, young, and good-looking Arabic boys are taking care of you, just dressed with a towel and although their English skills are almost non-existent, they chat to you all the time. In order to take a rest from all these exhausting activities, there is a room with soft Arabian music in the back-ground where you lay down to relax while they serve you drinks, dates and towels soaked in rose water to refresh your face.
Dubai is a village
After the Hammam I felt so refershed that despite of the exhausting rock climbing in the morning I still felt like going out. I called Marty again, a British guy working as a teacher who sent me his phone number via a gay chat site when I still was living in London. He seems to be quite nice and he lived in Berlin for two years so his German is rather good. He invited me to come to a friend's party. It was a good party in the garden of a villa similar to the one I'm staying at the moment. There were about 200 guests cramped around or even in the pool. However, this party showed how small Dubai actually is. I thought that I wouldn't know anyone apart form Marty who I just met this evening. But when I got there, I instantly spotted some of my colleagues. Unfortunately the one on whose couch I fell asleep two weeks ago was amongst them. But after I realised that this time it definitely was him who drank way too much, I relaxed. Shortly after that I met some friend of Diego who I already met a couple of times going out with Diego. I chatted to some people I didn't know before and there always were some kind of links to other people I know. One girl is a friend of a colleague, some guys are working for the Emirates Airline and know Diego, the host knows my office quite well and another girl used to share a flat with the partner of one of my colleagues. I just couldn't believe it, it was even worse than on the German country side, but thinking about it for a while, it's not a surprise: there are just about one million people living in Dubai: 20% locals (who live in a completely different world than I do) and 80% foreigners. 70% of the foreigners are Indians, who again live in a different world. Marty got lucky with a Brazilian guy. They disappeared and I never heard from him again. No Brazilians for me, but even better: I met a lovely Irish girl with a great wry sense of humour. Amazing how she managed to finish every single sentence either with 'love' or 'darling'. She is great.
Flat hunt
Last week my boss told me that I succesfully passed the trial period at work and that they are now going to process the application for my work permission. As there are loads of new colleagues arriving every week, they offered that I already could start looking for a new flat although my three months haven't passed yet. Our HR department keeps on asking how my flat hunt is going on, which obviously means that the 'could' actually is a 'have to'. I would love to live in one of these sky scrapers on the Sheik Zayed Road which are shown in all travel guides. I already mentioned that Chris, the South African hair dresser is looking for a flat mate. I had a look at his flat and we think that we will get on quite well, so I will move in to his two bed room flat on the 1st of November! Great location on Sheik Zayed Road, 16th floor with view to the construction site of the island shaped like the map of the world (although it's still quite a bit to the sea, but still...), the price is alright (just a little bit more than my rent allowance), the rent includes all bills, a cleaning lady and the chilled swimming pool on the roof top. The flat comes with everything I need and even my room is nicely furnished and has a tv. I have a bathroom for myself and I can access one of the balconies from my bed room. I just had a look at one other flat before and already found a great place to live- especially after the last time when I was looking for a nice place to stay in London a real relief. I took me ages and about 35 flats until I found the room in the lovely house in Beryl Road. Diego is living very close to this tower, unfortunately his flat is across the road, on the other side of the twelve lanes and it would take me half an hour to walk to his place. :o)
Some pictures will follow soon- after my short trip to Europe.

2 Kommentare:
hallo lieber marco. es freut uns zu hören dass es in dubai weiter bergauf geht. diesen kommentar schreiben wir übrigens vom handy aus, deshalb ist auch alles klein geschrieben. wir sind sicher, dass bei einer der nächsten gelegenheiten auch ein brasilianer für dich abfallen wird, zur not müsst ihr euch halt mal einen teilen. oder wie wäre es mit einem thai-boy? hier gibt es bestimmt genügend die
(teil 2, handy kann nicht mehr) auf einen reichen mann aus dem westen scharf sind. poste doch mal ein paar bilder von deiner neuen wohnung wenn du eingezogen bist. und immer schön aufpassen beim strasse überqueren, sa wa di und grüße aus KO TAO linda & matthias
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